Sorgentelefon für über 700 EEW-Mitarbeiter eingerichtet

Haben für mehrere Hundert Mitarbeiter eine Sorgen-Hotline eingerichtet (von links): Sebastian Schreiber, Beauftragter für Qualitäts- und Gesundheitsmanagement Diakonie Sozialdienste, Christoph Schorge, Geschäftsführer Erndtebrücker Eisenwerk, Rüdiger Mettbach, Betriebsratsvorsitzender Erndtebrücker Eisenwerk, Daniel Imhäuser, Geschäftsführer Diakonie Sozialdienste.
Haben für mehrere Hundert Mitarbeiter eine Sorgen-Hotline eingerichtet (von links): Sebastian Schreiber, Beauftragter für Qualitäts- und Gesundheitsmanagement Diakonie Sozialdienste, Christoph Schorge, Geschäftsführer Erndtebrücker Eisenwerk, Rüdiger Mettbach, Betriebsratsvorsitzender Erndtebrücker Eisenwerk, Daniel Imhäuser, Geschäftsführer Diakonie Sozialdienste.
Foto: WP

Erndtebrück..  Zusammen mit den Diakonie Sozialdiensten hat die Erndtebrücker Eisenwerk GmbH & Co. KG eine Gesundheits- und Sozialhotline am Stammsitz in Erndtebrück sowie in den Tochterwerken EEW-Pickhan und EEW-Bergrohr in Siegen eingeführt. Die mehr als 700 Mitarbeiter und ihre Angehörigen können sich nun mit gesundheitlichen und sozialen Fragen und Problemen an die Diakonie Sozialdienste wenden. Die Anrufer bleiben anonym und erreichen telefonisch oder per E-Mail speziell geschulte Berater, die entweder selbst helfen oder an die richtigen Fachstellen vermitteln, ohne dass Kollegen oder Vorgesetzte davon erfahren.

Mitarbeiter-Gesundheit wichtig

„Die Sozialhotline ist für uns und unsere Mitarbeiter ein Glücksfall“, betont Christoph Schorge. Nachdem der Geschäftsführer des Erndtebrücker Eisenwerks zum ersten Mal von diesem Hilfstelefon hörte, fällte er schnell eine Entscheidung. Denn die eigenen Mitarbeiter zu unterstützen, ist für ihn selbstverständlich und wichtig. „Wir wissen, dass gesunde Mitarbeiter der Grundstein unseres Unternehmenserfolgs sind. Dementsprechend liegt uns die Gesundheit der Beschäftigten sehr am Herzen“, erklärt Schorge weiter.

Permanenter Leistungsdruck

Auch der Betriebsratsvorsitzende Rüdiger Mettbach sieht die Hotline positiv. „Eigentlich hätte man so etwas schon viel früher erfinden müssen“, meint Mettbach. „In der heutigen Zeit herrscht ein permanenter Leistungsdruck. Das betrifft jede Firma. Private Probleme ziehen sich häufig wie ein roter Faden durchs Leben und werden auch an den Arbeitsplatz genommen.“

Als zentraler Kanal für gesundheitliche und soziale Anliegen bietet die Hotline einen umfangreichen Service. Ob bei psychischen, finanziellen oder familiären Problemen, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird oder wenn es um einen Termin bei einem Facharzt geht – die Berater helfen oder stellen Kontakte her. Sebastian Schreiber, Qualitätsmanager bei den Diakonie Sozialdiensten, unterstreicht: „Mitarbeiter sind nicht nur betrieblichem Druck ausgesetzt, auch das private Umfeld nimmt Einfluss und kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken.“

Positive Resonanz

Auch andere Unternehmen im Kreis Siegen-Wittgenstein nutzen bereits das Angebot der Diakonie Sozialdienste, um ihre Mitarbeiter zu unterstützen. Die Resonanz ist positiv. Daniel Imhäuser, Geschäftsführer der Diakonie Sozialdienste, hebt hervor, wie wichtig es ist, dass sich Menschen möglichst früh und ohne Scham helfen lassen können: „Aus einem Problem entstehen sehr schnell weitere. Die Hotline bietet schnelle und unkomplizierte Hilfe und kann verhindern, dass sich eine Situation weiter verschlechtert.“