Sieben Lurcharten in den Schlossteichen
29.04.2010 | 20:00 Uhr 2010-04-29T20:00:00+0200
Bad Berleburg. 50 Kinder waren bei der Amphibienwanderung der Biologischen Station dabei und machten sich auf die Suche nach den beliebtesten Laichplätzen.
Leona Stolz liebt Tiere über alles. Vor allem die, die im Wasser ihre Runden drehen. Die aufgeweckte Achtjährige hat auch einen absoluten Favoriten: „Delfine”.
50 Teilnehmer dabei
Auf diese Meeressäuger musste die junge Dame aus Bad Laasphe am Freitagabend auf der Amphibienwanderung mit den Experten der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein leider verzichten. Trotzdem waren die rund 50 Mädchen, Jungen, Mamas und Papas bei der abendlichen Führung mit Sabine Portig und Kollege Michael Frede begeistert bei der Sache.
Auf zu den Laichplätzen
Bewaffnet mit Taschenlampen, Käschern und Gummistiefeln ging von der Schlossmauer in Richtung Teiche, nicht ohne auf die nächtliche Sperrung der Straße am Berlebach hinzuweisen, die dort regelmäßig vom Naturschutzbund initiiert wird - und zwar immer in der Zeit von Mitte März bis Ende April. Sonst werden die „Kröten nämlich platt gefahren”, wusste eine Grundschülerin zu berichten.
In diesen Tagen kehren Kermit, Lurchi & Co. regelmäßig zu ihren Laichplätzen zurück, natürlich ohne zu ahnen, dass der Mensch dort eine Straße angelegt hat, erklärt Sabine Portig den jungen Entdeckern, die ihrem Namen alle Ehre machten.
Häugstes Amphib: der Bergmolch
Alleine sieben Feuersalamander wurden „gekäscht” und nach kurzer und fachkundiger Untersuchung wieder in die nasse, kühle Freiheit entlassen. Insgesamt tummeln sich in den Fischteichen von Prinz Richard sieben verschiedene Lurcharten. Einer der häufigsten Amphibien ist übrigens der Bergmolch, der laut Biologe Michael Frede fast in jeder Pfütze vorkommt.
Obwohl Leona Stolz bei der ungewöhnlichen Exkursion auf den Anblick von Delfinen verzichten musste, hat sich die Fahrt ganz besonders gelohnt. Die Achtjährige durfte nämlich einen so genannten Teichmolch bestaunen. Exemplare dieser Art gibt es nach Angaben der Naturwissenschaftler seltsamerweise nur in Bad Berleburg und in Erndtebrück - aber nicht in Bad Laasphe.
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