Senior um 3000 Euro betrogen

Bad Laasphe..  Das Bad Berleburger Kriminalkommissariat ermittelt aktuell gegen einen unbekannten Telefonbetrüger, der es durch mehrere hinterhältige, aber geschickte und manipulative Gespräche verstanden hat, einem Bad Laaspher Senior mehrere tausend Euro aus der Tasche zu ziehen. Bereits Ende Januar hatte der 80-Jährige den ersten Telefonanruf des Betrügers erhalten, in dem dieser sich als in Hamburg ansässiger freier Unternehmer mit guten Verbindungen zu „Staatsanwälten“ ausgab, die ihre Büros direkt gegenüber von seinem hätten. Dann eröffnete der „Unternehmer“ dem Senior, dass noch Forderungen seitens diverser Glückspielunternehmen gegen ihn bestehen würden. Um diese Forderungen abzuwenden, solle der Bad Laaspher über 3000 Euro an ihn überweisen.

Zweite Forderung

Nachdem der Senior dann tatsächlich und wie gewünscht diese Summe überwiesen hatte, kam prompt die nächste Forderung des Betrügers. Nun forderte er eine Summe von fast 10 000 Euro für eine Kaution für weitere angebliche Forderungen aus dem Ausland, hier aus Spanien und der Türkei. Als der Senior sich zu seiner Bank aufmachte, um auch diese Summe nach Hamburg zu überweisen, reagierten Gott sei Dank die Bankmitarbeiter äußerst professionell und wiesen den 80-Jährigen darauf hin, dass da irgendetwas nicht stimmen könne. Daraufhin sah der Senior von einer weiteren Überweisung ab und die Polizei wurde hinzugezogen.

Mit Pfändung gedroht

Zu welchen skrupellosen Attacken die Betrüger in der Lage sind, wurde deutlich, als der Senior dem Anrufer in einem abschließenden Gespräch mitteilte, dass er nun nicht mehr zahlen werde. Da drohte der Betrüger dem Bad Laaspher damit, dass dann die „Staatsanwaltschaft“ bei ihm eine Pfändung durchführen werde und er damit rechnen müsse, in ein Altersheim verbracht zu werden.

Die Polizei ermittelt jetzt gegen den Telefonbetrüger und warnt nochmals vor der geschilderten Masche. Die Polizei rät dringend, auf keinen Fall auf derartige am Telefon erhobene Geldforderungen einzugehen. Sollten auch nur geringste Zweifel an der Rechtmäßigkeit einer derartigen Forderung bestehen, so sollte umgehend über den Notruf 110 die Polizei alarmiert werden.