SCS Stahlschmidt ist auf Partnersuche

„Unsere Mitarbeiter, unser erfahrenes Team ist das Kapital. Hier sitzt das Know-how“, sagt Andreas Stahlschmidt (links).
„Unsere Mitarbeiter, unser erfahrenes Team ist das Kapital. Hier sitzt das Know-how“, sagt Andreas Stahlschmidt (links).
Foto: WP

Berghausen..  Die Firma SCS Stahlschmidt Cable Systems plant die Zukunft und setzt sich dabei mit zwei Themen auseinander. Die Gesellschafterstruktur soll sich verändern und zusätzliches Kapital in die Unternehmensentwicklung fließen. Hintergrund sind Wachstumschancen, die die Unternehmensgruppe weltweit sieht. Eine entsprechende Information hatte die Geschäftsführung bereits in der vergangenen Woche per Aushang den Beschäftigten mitgeteilt.

Gespräche laufen

„Wir suchen einen Partner, um die Kapitalstruktur zu stärken“, formuliert es der Gesellschafter und Mitgeschäftsführer Andreas Stahlschmidt im Gespräch mit dieser Zeitung. Konkret will der Hersteller von Bowdenzügen, Federn und Kunststoff-Spritzgusserzeugnissen auch an zwei neuen Standorten der SCS-Gruppe in China investieren. Die zuvor negativen Erfahrungen mit dem chinesischen Markt aus dem Jahr 2009 verschweigt Stahlschmidt nicht. „Damals waren wir zur falschen Zeit am falschen

Ort“. Diesmal stehen die Zeichen besser. Jetzt sollen zu Komponenten in Autositzen, zum Beispiel auch Türschloss- und Motorhaubenentriegelungstechnik hinzukommen. Außerdem wird in Polen gebaut, in Deutschland in Maschinen investiert und SCS hat auch den Anspruch mittelfristig in Mexiko zu finden zu sein. „Wir erwarten bis einschließlich 2017 Umsatzsteigerungen in der Gruppe von bis zu 50 Prozent“, sagt Stahlschmidt. Und er verschweigt auch nicht, dass die großen Autokonzerne im Sinne ihrer Fertigungsketten auch von ihren deutschen Zulieferern erwarten, am gleichen Standort zu produzieren und zu liefern.

Dafür aber suchen die Gesellschafter der SCS Stahlschmidt Cable Systems einen Partner. Entsprechende Gespräche laufen bereits und werden frühestens Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Offen ist neben einem neuen Partner auch, wie sich die Gesellschafterstruktur durch dessen Einstieg verändert.

Know-How in Berghausen

Das Unternehmen ist in der dritten Generation im Familienbesitz und feierte 2014 sein 90-jähriges Bestehen. Entsprechend wichtig ist Andreas Stahlschmidt auch, darauf hinzuweisen, dass sich die Inhaber mit den Standort Berghausen verbunden fühlen.

Die geplanten Veränderung sollen keine negativen Auswirkungen auf das Wittgensteiner Stammwerk haben. „Unsere Mitarbeiter unser erfahrenes Team ist das Kapital. Hier sitzt das Know-How“, so Stahlschmidt.