Schwere Fräse gräbt sich zehn Zentimeter tief in die Trasse

An der Fräsmaschine vorbei "gemogelt" hat sich am Dienstag diese Familie auf ihrer Radtour von Raumland ins untere Edertal. Stadtverwaltung und das beauftragte Unternehmen gehen davon aus, dass Radweg und Kreisstraße ab Donnerstag wieder frei sind.
An der Fräsmaschine vorbei "gemogelt" hat sich am Dienstag diese Familie auf ihrer Radtour von Raumland ins untere Edertal. Stadtverwaltung und das beauftragte Unternehmen gehen davon aus, dass Radweg und Kreisstraße ab Donnerstag wieder frei sind.
Foto: WP

Arfeld/Meckhausen..  Auch wenn es nur gerade mal 400 Meter Strecke sind, so dürfen sich doch die zahlreichen Ederradfahrer freuen: Zwischen Meckhausen und dem Bahnhof in Arfeld wird zurzeit die wassergebundene Decke auf der alten Bahntrasse saniert. „...weil sie in dem Bereich zu rau und spitzsteinig war“, begründet Wolfgang Grund auf Nachfrage. Der Abteilungsleiter Infrastruktur und Erholung im Berleburger Rathaus verrät noch mehr: „Wir arbeiten hier im Versuch erstmals mit einem ganz neuen Verfahren. Wenn das funktioniert, wollen wir diese Erfahrung gern interkommunal weitergeben.“

Bei dieser neuen Methode steuert Mike Weller von der Fa. Dickel seine Maschine mit der niedrigst möglichen Geschwindigkeit über die Oberfläche im Bereich „Unter der Honert“.

Schotter der Bahntrasse verwerten

Bis zu zehn Zentimeter tief geht dabei die Fräse und nimmt teilweise noch den alten Schotter der Bahnstrecke mit auf. Das Material wird fast zu Steinmehl zermalmt – „auf Feinstkornstärke 0/32 mm“, weiß Wolfgang Grund. Dadurch entstehe nun ein homogener Aufbau des Weges, der möglicherweise ohne zusätzliche Material saniert werden kann. Ein Grater übernimmt das feine Abziehen der Decke, gibt ihr einen Neigungswinkel, damit das Wasser gut abfließen kann. Abschließend wird die Fein-Schottermasse mit einer Vibrationswalze verdichtet.

Für den Fahrzeug- und Radfahrverkehr ist der Streckenbereich Abzweig Meckhausen bis zur „Lambrie“ gesperrt, weil nicht auszuschließen ist, dass durch den Fräsvorgang kleiner Steine aufgewirbelt werden. Wolfgang Grund rechnet damit, dass die Sperrung spätestens am Donnerstag wieder aufgehoben werden kann, und er hofft mit den Ergebnissen, kostensparend weitere Radwege sanieren zu können.