Schweinegrippe hat den Altkreis erreicht
11.08.2009 | 22:00 Uhr 2009-08-11T22:00:00+0200
Wittgenstein. (hal) Im Altkreis Wittgenstein gibt es einen ersten Fall der so genannten Schweinegrippe. Das bestätigte gestern Kreispressesprecher Torsten Manges auf Anfrage unserer Zeitung.
Die Zahl der Infizierten ist damit kreisweit auf 57 Personen angestiegen. Mit dieser Zahl liegt der Kreis Siegen-Wittgenstein im landesweiten Vergleich „im aktuellen Trend”, so der Pressesprecher. Insgesamt sind in Nordrhein-Westfalen 3 600 Menschen betroffen. Der erste Fall von Schweinegrippe in Wittgenstein ist kein Grund zur Panik, beruhigt Dr. Christoph Grabe, Leiter des Gesundheitsamts der Kreises Siegen-Wittenstein. „Es gibt keinen Grund, sich Sorgen zu machen.” Da die Krankheit deutlich glimpflicher verläuft als anfangs befürchtet sind die Vorkehrungen bei Infektionen deutlich abgemildert worden.
Für Betroffene gibt es im Prinzip keine Einschränkungen ihrer Lebensgewohnheiten. Es bestehen allerdings Ausnahmen, und zwar bei Kindern, die Schulen oder Kindergärten besuchen. Hier muss der Besuch mindestens zehn Tage ausgesetzt werden. Sieben Tage wären es, wenn Lehrer oder Erzieherinnen mit dem Virus infiziert wären.
Eine ähnliche Regelung gibt es beim medizinischen Personal, das bei einer Infizierung ebenfalls eine Woche nicht praktizieren dürfte, um abwehrgeschwächte Patienten nicht zu gefährden.
Die gleiche Regelung gilt für Bürger, in deren Haushalt eine Person wohnt, die sich mit dem Virus infiziert hat. Sieben Tage nach dem letzten Kontakt dürfen Kinder und Lehrer weder Schule noch Kindergarten besuchen und Mediziner nicht praktizieren. Mit dieser Regelung werden Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts umgesetzt.
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