Scheidender General trifft alten Weggefährten

Erndtebrück..  Es war sicher ein ganz besonderer Abschiedsbesuch für Generalmajor Robert Löwenstein, den Kommandeur Bodengebundener Verbände des Kommandos Einsatzverbände der Luftwaffe in Köln. Denn nach sehr langer Zeit traf er am Luftwaffen-Standort Erndtebrück einen verloren geglaubten „alten Weggefährten“ wieder.

Original, das es nur einmal gibt

Bisher unterstand der Einsatzführungsbereich 2 dem Kommando Einsatzverbände der Luftwaffe. Das ändert sich im Juli, denn dann werden die Erndtebrücker dem Zen­trum Luftoperationen in Kalkar am Niederrhein unterstellt. Jetzt stattete der General dem Einsatzführungsbereich 2 einen letzten Truppenbesuch ab – im Rahmen der „helfenden Dienstaufsicht“.

„Sie sind ein Truppenführer, der stets für die Sorgen und Nöte des Verbandes Verständnis hatte“, stellte der Kommandeur des Einsatzführungsbereichs 2, Oberstleutnant Lars Hoffmann, fest – und betonte: „Sie waren uns immer ein sicherer Ratgeber.“ Kein Wunder, dass sich der Verband vom General mit einem „möglichst persönlichen Abschiedsgeschenk“ gebührend verabschieden wollte. So startete bereits im November 2014 das Projekt „Auffinden des original Löwensteins“. Gesucht wurde ein monumentaler Findling, der sogenannte „Löwenstein“, der dem damaligen Oberst Löwenstein zum Abschied seiner Zeit als Kommodore des Flugabwehrraketengeschwaders 4 im Jahr 2001 von seiner Truppe in Burbach geschenkt wurde.

Doch zunächst blieb der Findling in der Siegerlandkaserne in Burbach zurück. 2004 wurde der Standort geschlossen und veräußert und damit auch der darin befindliche „Löwenstein“. Ausfindig gemacht, überreichte die Truppe laut Oberstleutnant Hoffmann mit ihm nun „ein zwar gebrauchtes, dafür aber aufwändiges Geschenk, wie ich es in über 30-jähriger Dienstzeit nicht erlebt habe.“

Wieder zusammen

„So, da sind wir wieder zusammen“, scherzte General Löwenstein, als er zum „Findling Löwenstein“ auf den Lkw stieg. Viele helfende Hände hatten dazu beigetragen, dass der Stein den Weg auf den Hachenberg gefunden hatte. Dank des Burbacher Oberstabsfeldwebels a.D. Christof Exner war er unter einer Vielzahl ähnlicher Steine als der echte identifiziert worden. Mit Oberstabsfeldwebel a.D. Uwe Appelkamp übergab ein weiterer ehemaliger Burbacher Kamerad den dazugehörigen „original Löwenkopf nebst Plakette“. Appelkamp hatte diese Dinge mehr als zehn Jahre verwahrt. Und der Eigentümer der ehemaligen Siegerlandkaserne, heute Gewerbepark Siegerland, Oberstleutnant d. R. Axel Ebbecke, hatte eingewilligt, den Stein der Luftwaffe zurückzugeben.