Salzmannschule optimales Gebäude

Die Salzmannschule (im Vordergrund, gelbes Gebäude) soll durch einen Zaun, der „zur Orientierung“ dienen soll,  vom restlichen Komplex abgetrennt werden.
Die Salzmannschule (im Vordergrund, gelbes Gebäude) soll durch einen Zaun, der „zur Orientierung“ dienen soll, vom restlichen Komplex abgetrennt werden.
Foto: Peter Kehrle WP

Bad Berleburg..  Die Unterbringung der Dienststellen der Zentralen Ausländerbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in der ehemaligen Salzmannschule wird am 2. März auch in den Schulkonferenzen und Schulpflegschaften der Haupt- und Realschule auf dem Stöppel Thema sein. In der Informationsveranstaltung sollen offene Bedenken, Fragen und Hinweise aufgenommen und in die Konzepte mit eingearbeitet werden. Immer vorausgesetzt, dass der Rat in seiner Sitzung am Montag genauso beschließt wie der Haupt- und Finanzausschuss. Der hat sich am Donnerstagabend bei einer Enthaltung für die Unterbringung der Behörden in dem Schulkomplex ausgesprochen.

Abfertigung wie im Flughafen

Bürgermeister Bernd Fuhrmann hatte zuvor erläutert, dass die Vermietung der Immobilie an die Behörden für die Stadt durchaus vorteilhaft sei: „Wir wissen, wie schwer es ist, diese Immobilie einer anderen Nutzung zuzuführen.“ Für den angedachten Zweck sei sie, so Fuhrmann im Gespräch mit unserer Zeitung, optimal: „Das Gebäude ist hervorragend geeignet, energetisch ok und von der Kubatur genau für die Anforderungen passend.“

Hier könnten Asylbewerber ähnlich wie auf einem Flughafen durch 15 Stationen geschleust werden, an deren Ende die vorläufige Identifikation und die Zuweisung an eine Zentrale Aufnahmeeinrichtung - in der Regel wohl Bad Berleburg - stehe. Fuhrmann wertete es auch als großen Vorteil, dass das Bundesamt für Migration eine Etage über der Ausländerbehörde vor Ort eine genaue Prüfung der Identität vornehmen könne. Das sei für die Menschen in der Berleburger Einrichtung am Spielacker eine enorme Erleichterung, weil sie keine weiten Wege mehr auf sich nehmen müssten.

Gleichzeitig wies Fuhrmann aber auch darauf hin, dass es nun darum gehe, mit allen Beteiligten gut zu kommunizieren, um Vorbehalte abzubauen und offene Fragen zu klären: „Der Kreis wird auch Fotos von der Einrichtung in Bielefeld zeigen, die mitten in einem Wohngebiet liegt.“

Bedenken, dass sich die Stadt am Standort Stöppel mit der Vermietung der früheren Salzmannschule Chancen auf Erweiterung des Komplexes für eine weiterführende Schule vergibt, über die gerade in Wittgenstein diskutiert wird, teilt der Bürgermeister nicht. „Sonderschulen haben ganz andere Raumgrößen. Für eine solche Nutzung hätte ohnehin ein Umbau angestanden.“

Im Bebauungsplan seien unterdessen noch zwei Flächen für Erweiterungen auf dem Stöppel vorgesehen.