Salatzeit in der Biogärtnerei am Leisebach
25.10.2011 | 14:35 Uhr 2011-10-25T14:35:00+0200
Beddelhausen.Die Salatköpfe stehen in Reih und Glied. Sie werden in den nächsten Wochen geerntet. Weiter hinten wachsen die Kohlarten. Die Tomaten aus dem Gewächshaus sind weitgehend durch. Alles hat seine Zeit am Leisebach.
Die Bio-Gärtnerei ist der einzige Betrieb im Umkreis von 40 Kilometern, der frisches Gemüse aus der heimischen Region liefert.
Ohne lange Wege - und ohne Chemieeinsatz in der Produktion.Justine Rosinski und Marcus Wengler haben die Gärtnerei vor einem Jahr übernommen. Die beiden gelernten Landwirte haben - fernab ihrer bayerischen Heimat - das Projekt gefunden, von dem sie geträumt hatten. „Ich habe in der Vergangenheit schon zwei Mal in Beddelhausen gearbeitet und wusste von den tollen Strukturen und dem angenehmen Arbeitsklima hier“, erzählt Justine Rosinski über die Gründe ihrer Entscheidung für Wittgenstein als künftigen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt. „In Belgien erreichte uns die Nachricht, dass der Betrieb verkauft oder geschlossen werden sollte. Dann ging alles Knall auf Fall.“
Ohne lange Überlegung hat sie zusammen mit ihrem Mann die Gärtnerei übernommen, die vorher von einem Trägerverein betrieben wurde und mittlerweile über 30 Jahre besteht. Das ist, finden die beiden 25-Jährigen, ein großer Vorteil. „Wir konnten damit die gesamte Infrastruktur, die Maschinen, aber auch die Kunden übernehmen. Es war ein Glücksfall.“
Rund acht Hektar Freilandfläche stehen in der Tallage am Rande von Beddelhausen zur Verfügung, 1800 Quadratmeter unter Glas. Da lässt sich fast alles anbauen, was auf einem bunten Speiseplan steht. Von Porree und Sellerie über Rote Beete und Brokkoli bis zu Radieschen, Tomaten oder Kürbissen reicht die Angebotspalette, die über den Hofverkauf, Bioläden und Wochenmärkte vermarktet wird.
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