„Route 57“ liegt auf dem Tisch des Ministers

Jahresempfang der IHK Siegen:  Klaus Gräbener (IHK Hauptgeschäftsführer) und Franz Müntefering.
Jahresempfang der IHK Siegen: Klaus Gräbener (IHK Hauptgeschäftsführer) und Franz Müntefering.
Foto: MATTHIAS GRABEN

Wittgenstein..  Die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) setzt sich mit Nachdruck für den zügigen Ausbau der Ruhr-Sieg-Strecke (Hagen-Gießen), der Sieg-Stecke (Siegen-Köln) sowie für die Route 57 ein. In einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt unterstreichen IHK-Präsident Felix G. Hensel und Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener die enorme Bedeutung der Maßnahmen. Zugleich fordern sie, die drei Vorhaben „vorrangig“ im Bundesverkehrswegeplan 2015 zu verankern.

„Sowohl die verbesserte Anbindung für den Schienengüterverkehr als auch die Ortsumgehungskette von Kreuztal bis Schameder liegen im zentralen Interesse der südwestfälischen Wirtschaft“, so Hensel.

Deutlicher Wettbewerbsnachteil

Um uneingeschränkte Unterstützung bittet die IHK auch in punkto Route 57. Im Schreiben an Bundesverkehrsminister Dobrindt weist sie auf die Vielzahl in der Region vertretener Weltmarktführer hin. Diese Betriebe in Wittgenstein würden Erhebliches leisten. Für ihren zukünftigen unternehmerischen Erfolg seien sie jedoch auf eine tragfähige und wettbewerbsfähige Verkehrsinfrastruktur für den Transport ihrer Güter angewiesen.

Dazu Klaus Gräbener: „Der zähe Verkehr durch die Ortslagen bedeutet für die Anwohner gesundheitliche Belastungen und für die Betriebe zunehmend gravierende logistische Verzögerungen, die sich längst zu einem spürbaren Wettbewerbsnachteil entwickelt haben, der Aufträge kostet. Die Menschen warten seit Jahrzehnten darauf, dass sich endlich etwas tut!“ Die Umgehungskette werde von einem weit überwiegenden Teil der Bevölkerung unterstützt. „Sie stellt den entscheidenden Schlüssel für die Anbindung Wittgensteins dar. Die Berücksichtigung im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes ist auch daher dringend notwendig.“