Rothaarbad ist auf dem Weg zu einem Gesundheitstempel

Die leerstehende Gastronomie im Bad Berleburger Rothaarbad soll einer Erweiterung der Saunalandschaft weichen. In zwei Varianten wurden verschiedene Nutzungen untersucht.
Die leerstehende Gastronomie im Bad Berleburger Rothaarbad soll einer Erweiterung der Saunalandschaft weichen. In zwei Varianten wurden verschiedene Nutzungen untersucht.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Es gibt eine kleine und eine große Variante, und beide haben ein Ziel: Aus dem Rothaarbad am Stöppel soll ein „generationenübergreifendes Sport-, Gesundheits- und Wellnessbad mit Saunaerlebnis“ werden.

Bad Berleburg..  Es gibt eine kleine und eine große Variante, und beide haben ein Ziel: Aus dem Rothaarbad am Stöppel soll ein „generationenübergreifendes Sport-, Gesundheits- und Wellnessbad mit Saunaerlebnis“ werden. Genutzt werden soll dafür unter anderem der Bereich des ehemaligen Restaurants, das nach der Kündigung des letzten Pächters im Dezember 2013 nicht mehr reaktiviert worden war.

Bereits danach hatte der Stadtrat die Umwandlung der Gastronomie samt Außenterrasse in einen Saunabereich beschlossen und rund 80 000 Euro dafür freigegeben. Die Baugenehmigung scheiterte bisher am Brandschutzkonzept, das jedoch inzwischen vorliegt.

Mittlerweile ist das Rothaarbad in das Regionale-Projekt „Kurorte - neu profiliert“ aufgenommen worden - wegen seiner Bedeutung für den Kurorte-Status. Der soll manifestiert werden u.a. auch durch „eine Attraktivierung des Nutzungsangebots der Sauna durch Schaffung von Anwendungs- und Wellnessangeboten“, wie es in einer städtischen Vorlage für den Bauausschuss formuliert ist. Mit solchen Maßnahmen könne das „gesundheitstouristische Profil“ Bad Berleburgs gestärkt und gestützt werden.Für die Umgestaltung der rund 500 Quadratmeter großen Fläche sind die der Stadt von der Gesellschaft „Project M“ vorgelegten Ideen vielfältig. Nicht tragende Wände sollen entfernt und dem Bereich eine gewisse Großzügigkeit verleihen; Schwitzbaden soll in einer neuen Außensauna ermöglicht werden; in einem „Lounge- und Relaxbereich“ (je nach Variante mit oder ohne Kamin) soll mit Licht und Design die Atmosphäre eines „öffentlichen Wohn- und Esszimmers“ entwickelt werden. Dabei könnten um ein Dusch-Rondell bequeme Sitzmöglichkeiten, ein offener Liegebereich sowie getrennte Ruhemöglichkeiten mit bis zu 40 Liegen in einem Wintergarten geschaffen werden.

Es liegt auf der Hand, dass bei der Entscheidung durch die Politiker auch die Finanzierung eine wesentliche Rolle spielt.

Magnetwirkung in der Region

Die Realisierung der kleinen Variante wird mit einer Investition von 270 000 bis 310 000 Euro beziffert; bei der großen Variante könnten bis zu 850 000 Euro zu Buche schlagen. Die Diskussion im Ausschuss am kommenden Mittwoch dürfte ergeben, wie die angestrebte „Schaffung eines wettbewerbsfähigen und regionaltypischen Bade- und Saunaerlebnisses für Bürger, Gäste und Patienten“ umgesetzt werden kann.