Reservisten auf Exkursion in den Ardennen

Bad Laasphe/Bastogne..  Auf Einladung der Kameradschaft der Fernmelder Koblenz/Lahnstein nahmen einige Mitglieder der Reservistenkameradschaft Bad Laasphe an einer militärhistorischen Exkursion teil. Thematik: Die sogenannte Ardennen-Offensive (Beginn am 16. Dezember 1944).

Erster Ablaufpunkt war eine Höhe oberhalb der Eifeler Ortschaft Dasburg kurz vor der deutsch-luxemburgischen Grenze. Hier erläuterte Oberstabsfeldwebel Gerd Sikorski vom Zentrum für Operative Information die Ausgangslage der eingesetzten deutschen Armeen und Divisionen. Bei klarem Wetter waren die ersten Ziele der geplanten Angriffe im Nachbarland gut zu erkennen.

Ein zweiter Anlaufpunkt lag schon auf belgischem Gebiet. Bis zu diesem Angriffsziel verlief die vor mehr als 70 Jahren begonnene Offensive noch gemäß Plan der Heeresleitung West. Aber bereits das Städtchen Bastogne konnte von den deutschen Truppen nicht mehr eingenommen werden, da eine amerikanische Luftlande-Division sich bereits zur Verteidigung eingerichtet hatte. Über die schweren Verluste der Ardennenschlacht konnten sich die ehemaligen Bundeswehr-Soldaten dann auf der nahegelegenen Kriegsgräberstätte Recogne einen Überblick beschaffen. 6807 Wehrmachtsangehörige liegen dort bestattet. Betroffen zeigten sich die Exkursions-Teilnehmer vor allem davon, dass unter den Gefallenen viele sehr junge Menschen zu finden waren.

Museum Bastogne besucht

Bastogne hatte für die Laaspher Reservisten sowie für die Fernmelde-Kameraden einen weiteren Besichtigungspunkt zu bieten: Das „Bastogne War Museum“ mit dem in der Nähe errichteten amerikanischen Monument. Hier konnten sich alle ein Bild zur Vorgeschichte und zum Verlauf des Krieges im Westen machen. Nach der fast zweistündigen Audio-Führung erholte sich die Gruppe bei Kaffee und Kuchen im Gastraum des Museums. Die Heimfahrt erfolgte über das Eifelstädtchen Prüm. Dort wurde in der „Alten Abtei“ das Abendessen eingenommen.