Renovierung der Sozialwohnungen in Berghausen wird teurer

80.000 Euro reichen nicht: Die neuen Sozialwohnungen in Berghausen werden nun teurer.
80.000 Euro reichen nicht: Die neuen Sozialwohnungen in Berghausen werden nun teurer.
Foto: Eberhard Demtröder
Was wir bereits wissen
  • Die veranschlagten Renovierungskosten von 80.000 Euro reichen nicht aus
  • Schäden an der Bausubstanz lassen die Kosten explodieren
  • Die zusätzlichen Mittel werden u.a. aus dem Finanztopf „Integrationsleistungen“ gestellt

Berghausen..  Die Renovierung des Mehrfamilienhauses Zur Ecke 20 in Berghausen, um dort vier Sozialwohnungen nach aktuellen Standards einzurichten, wird die Stadt Bad Berleburg um einiges teurer kommen als geplant: Als Eigentümer benötigt sie neben den veranschlagten rund 80.000 nun noch weitere 18.500 Euro. Die Bauarbeiten ruhen derzeit.

Der Grund: „Bei den laufenden Sanierungsarbeiten haben sich im Rahmen der Abbruch-, Rohbau-, und Trockenbau-Arbeiten sowie im Bereich Sanitär- und Elektroinstallationsarbeiten Schäden an der Bausubstanz gezeigt, welche nicht im Voraus erkennbar waren“, heißt es in einer Verwaltungsvorlage zum Haupt- und Finanzausschuss (öffentliche Sitzung am Donnerstag, 27. Oktober, ab 18 Uhr im Rathaus Poststraße, Raum 17).

Marode Rohrleitungen

Konkret gehe es insbesondere „um marode, nicht mehr zu nutzende Rohrleitungen sowie um veraltete Elektroinstallation, welche zur Einhaltung der Sicherheitsregeln im Elektrohandwerk großflächig ausgetauscht werden musste“. Außerdem „entstanden Mehraufwendungen zur verbrauchergerechten Trennung der Wasser- und Elektroinstallation“.

Nachdem erkannt worden sei, „dass die Mittel zur Umsetzung der Maßnahme nicht auskömmlich sind“, wurde die Baumaßnahme vorübergehend gestoppt. Eine Nutzung der Wohneinheiten im derzeitigen Bauzustand sei jedenfalls „nicht möglich“. Nun sollen weitere städtische Haushaltsmittel in Höhe von 18.500 Euro aus dem Töpfen „Leistungen für Asylbewerber“ und „Integrationsleistungen“ bereitgestellt werden.