Presbyter wählen Christine Liedtke

Sowohl ältere als auch jüngere Menschen kamen zur Probepredigt von Pfarrerin Christine Liedtke in die Berleburger Stadtkirche. Inzwischen ist sie gewählt.
Sowohl ältere als auch jüngere Menschen kamen zur Probepredigt von Pfarrerin Christine Liedtke in die Berleburger Stadtkirche. Inzwischen ist sie gewählt.
Foto: WP

Bad Berleburg..  Bei Christine Liedtkes Probepredigt herrschte reichlich Betrieb in der Berleburger Stadtkirche. Die 150 Postkarten, die es als gemalte Illustration zur Geschichte von den Emmaus-Jüngern für jeden Gottesdienst-Besucher gab, reichten am Ende nicht. Im Gottesdienst erlebten die Gäste eine Pfarrerin, die auch einfach mal während der Predigt von der Kanzel herabstieg, um die Zuhörerschaft in mehrere Gruppen einzuteilen und gemeinsam den Kanon „Herr, bleibe bei uns“ zu singen. Und dabei ging es nicht um das pflichtschuldige Abspulen von einem Gottesdienst-Programmteil, durch ihre Art nahm die Schmallenbergerin die Besucher mit in die Musik und ihren Text.

Lied aus Tansania

Ganz klar war für die engagierte Mitarbeiterin im Partnerschaftsausschuss des Kirchenkreises, der sich um die Verbindung in den Partnerkirchenkreis Ngerengere kümmert, dass in Verbundenheit mit den Geschwistern dort auch in Bad Berleburg ein Osterlied aus Tansania gesungen werden sollte, was sich mit „Er ist erstanden, Halleluja“ ja Gott sei Dank auch im Gesangbuch findet. Nach dem Gottesdienst, bei dem nicht nur Berleburger und Wemlighäuser waren, sondern auch fröhliche Girkhäuser und traurige Schmallenberger, gab es einen Kirchkaffee, viele nutzten die Gelegenheit zum Gebäck-Essen, Getränk-Genießen und Gespräch-Führen, auch mit Christine Liedtke.

Bei ihrer Probekatechese, die ebenfalls zum Bewerbungsprogramm eines Pfarrers gehört, ging es am Dienstagsabend um die Sturm-Stillung. Die Bibelarbeit hielt die Pfarrerin als Bibliolog. Christine Liedtke ist zertifiziert in dieser besonderen Herangehensweise an die Bibel. Im Dialog werden die Zuhörer ermutigt, die Rolle eines Beteiligten in der biblischen Geschichte zu übernehmen. Und so rückten die zwei Dutzend Besucher in der Stadtkirche ganz nahe an den Text heran.

Selbst wenn Christine Liedtke anders als bei den üblichen Pfarrer-Wahlverfahren direkt von der Evangelische von Westfalen als einzige Kandidatin präsentiert wurde, was nach der langen Wartezeit der Vakanz mit einer unbesetzten Pfarrstelle das Verfahren deutlich beschleunigte, hatte das Presbyterium als gemeindliches Leitungsgremium das letzte Wort. Im Anschluss an die Probekatechese fällte das Berleburger Presbyterium eine eindeutige Entscheidung, alle Anwesenden stimmten für die Besetzung der freien Berleburger Pfarrstelle durch Christine Liedtke. Weil die pfarramtliche Verbindung von Girkhausen und Bad Berleburg schon vor der Präsentation in Kraft getreten war, musste auch im Girkhäuser Presbyterium eine Entscheidung gefällt werden. Hier votierten alle vier Presbyter für Christine Liedtke.