Polizei ist schnell zur Stelle

Foto: WP
Was wir bereits wissen
Bürgermeister Paul Wagener hat der Polizei am Mittwoch einen Besuch abgestattet, um über das vergangene Jahr zu sprechen. Die Bilanz fällt laut Hauptkommissar Michael Schneider positiv aus.

Netphen..  „2013 gab es noch eine Diskussion, ob die Polizei den Fokus auf Netphen habe“, so Schneider. „2014 haben wir deutlich gemacht, dass das so ist.“ Ein nach wie vor wichtiges Thema sei die Einbruchskriminalität, betont der Hauptkommissar.

„Die Situation hier ist nicht außer Rand und Band.“ Netphen sei im Vergleich zu anderen Kommunen des Kreises gut aufgestellt. Nicht zuletzt, weil es nicht direkt an der Autobahn liege. Zudem seien die Bürger sehr wachsam. „Wir bekommen schon Mal Anrufe, wenn jemand ein Auto mit auswärtigem Kennzeichen in seinem Wohngebiet bemerkt“, sagt der Polizist. „In Nethpen genauso wie in anderen Kommunen auch.“ Kurz vor Weihnachten hätten die Beamten den Schwerpunkt auf die Einbruchskriminalität gesetzt und taktische Maßnahmen dementsprechend verlagert.

Qualität vor Quantität

Ein ebenfalls wichtiger Aspekt war das Thema Straße. „Was Verkehrsverstöße angeht, haben wir in Netphen schon ein Problem“, erläutert der Hauptkommissar. „Hier werden hohe Geschwindigkeiten gefahren.“ Die Landstraßen sind bei Motorradfahrern außerordentlich beliebt.

Grundlegend gelte bei Verkehrskontrollen: Qualität vor Quantität. „Wenn wir nur zwei Leute erwischen, die mit 120 durch die Kurve fahren, hat sich der Tag schon gelohnt“, sagt Schneider. Wichtig sei es, die Gefahrenschwerpunkte nicht außer Acht zu lassen, dabei aber auch das Augenmaß zu bewahren. „Wir wollen es uns mit der Bevölkerung auch nicht verscherzen.“

Auch die verschiedenen Veranstaltungen in der Stadt haben die Polizei im Jahr 2014 beschäftigt. Es sei gut, dass diese in der Regel um 22 Uhr zu Ende seien. Grundlegend gelte: Jede Stunde, die eine Veranstaltung länger dauert, bedeutet drei Stunden mehr Arbeit für die Beamten. Insbesondere Großveranstaltungen bedürften außergewöhnlich großer Aufmerksamkeit.

„Es gibt die verschiedensten Anlässe, weshalb wir zu Veranstaltungen gerufen werden“, erklärt der Polizeibeamte. „Aber bei manchen haben wir Einsatzanlässe, die uns nicht gefallen.“ Besonders Jugendliche würden mitunter besonders ausgelassen feiern. „Da sitzen wir mit dem Ordnungsamt zusammen und erarbeiten neue Sicherheitskonzepte.“ Nicht zuletzt müsse man auch versuchen, Veranstalter mehr in die Pflicht zu nehmen, betont Bürgermeister Paul Wagener am Mittwochmorgen.

Nur 15 Minuten bis zum Einsatzort

Durch die Zusammenarbeit mit dem Bezirksdienst und der Wache in Kreuztal, seien die Streifen insgesamt gut aufgestellt. Die Netphener Beamten haben im vergangenen nach einem Anruf durchschnittlich rund 15 Minuten bis zum Einsatzort gebraucht. „Und das bei einer Flächenkommune“, lobt der Bürgermeister. „Landesweit liegt Netphen bei vergleichbaren Kommunen dabei weit vorne“, bestätigt Michael Schneider. Für das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger sei das von großer Bedeutung. Dabei komme es natürlich immer auf den jeweiligen Fall an, sagt der Fachmann. „Je schwieriger der Anlass, desto schneller sind wir da.“ Ein Einbrecher im Haus sei etwas anderes, als ein gestohlenes Kaninchen im Garten. „Da bitten wir durchaus Mal um Verständnis.“

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