Planungschaos oder Weg zur Energiewende

Wittgenstein/Bödefeld..  Windkraft ist das Thema einer Podiumsdiskussion am heutigen Mittwoch, 14. Januar, 19 Uhr, in der Schützenhalle in Schmallenberg Bödefeld die als WDR-Stadtgespräch stattfindet. Die Kommunen stellen regional Windenergiepläne auf. Auch die Bezirksregierung Arnsberg legte sich ins Zeug und stellte einen regionalen Windenergieplan auf, der mögliche Standorte in Südwestfalen auflistet. Eine Arbeit, die die meisten Kommunen für ihre Gebiete schon erledigt hatten. Die Überraschung war groß, denn viele von den Kommunen als ungeeignet abgehakte Flächen tauchten in der Arnsberger Liste auf – sogar beliebte Ausflugsziele wie der Kindelsberg bei Kreuztal oder der Borberg im Sauerland. Jahrelange Vorarbeit in den Rathäusern, Absprachen mit Bürgern, teure Gutachten – alles in den Wind geschlagen.

Und der bläst den Planern in Düsseldorf und Arnsberg nicht nur aus den Rathäusern ins Gesicht. Auch der Widerstand von Bürgerinitiativen hat eine ganz neue Qualität bekommen. Windkraftgegner im ganzen Land haben sich zusammengeschlossen. Sie sind fest entschlossen zu verhindern, dass Windräder dort aufgestellt werden, wo sie Mensch, Natur und Landschaft schaden könnten.

Minister Remmel und viele Gäste

Erstickt die Energiewende in NRW im Planungschaos? Sind 15 Prozent Windenergie-Anteil bis 2020 überhaupt zu schaffen? Kann gegen den Bürgerwillen weitergeplant werden? Darüber diskutieren auf dem Podium: Johannes Remmel, Umweltminister NRW, Bernhard Halbe, Bürgermeister Schmallenberg, Jan Dobbertin, Landesverband „Erneuerbare Energien“, Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU-NRW, Michael Guse, „Vernunftwende“-Bündnis NRW. Moderiert wird das Ganze von Judith Schulte-Loh und Denis Stephan.