Plätze reichten kaum beim Konzert

70 Sänger aller drei konzertierenden Chöre: Gastgeber MGV „Erholung“, „Erholung/Germania“ Bad Berleburg und Gemeinschaftschor Wunderthausen-Diedenshausen unter der Gesamtleitung von André Braun.
70 Sänger aller drei konzertierenden Chöre: Gastgeber MGV „Erholung“, „Erholung/Germania“ Bad Berleburg und Gemeinschaftschor Wunderthausen-Diedenshausen unter der Gesamtleitung von André Braun.
Foto: WP

Schüllar-Wemllighausen..  Der MGV „Erholung“ Schüllar-Wemlighausen lud alle Bürger zu besinnlichen Stunden ein. Und im Ort ließen sich die Menschen nicht lange bitten und füllten das kleine gediegene Kirchlein am Hang binnen einer guten halben Stunde bis zum Rand, so dass Chormitglieder eifrig damit beschäftigt waren, zusätzliche Sitzmöglichkeiten zu schaffen. Schließlich sollten ja auch die Besucher der Gastchöre aus Wunderthausen-Diedenshausen mit Chorleiter Gerd Schneider und des MGV Erholung/Germania aus Berleburg mit Dirigent Heiko Rath gemütlich sitzen können. Umrahmt wurden die Vokalisten vom Posaunenchor Schüllar-Wemlighausen unter Leitung von Günter Wahl.

Jürgen Saßmannshausen-Ader­hold fand als Vorsitzender des Gastgeberchores zu seiner Begrüßung ad hoc den lockeren Einstieg in das Konzert und forderte seine Sangesbrüder dazu auf, so schön und inbrünstig wie möglich zu singen, um Chorleiter André Braun die traurigen Ergebnisse seines schwarz-gelben BVB´s ein wenig vergessen zu lassen. Auf dass Weihnachten auch ohne den letzten Tabellenplatz für den begnadeten Musiker zum bewegten Fest wird.

Weltlich-geistige Literatur

Beide Konzertteile wurden en bloc aufgeteilt, so dass die Chöre gleichermaßen zur Geltung kamen und die Fluktuation nahtlos war. Im ersten Teil einigten sich die Akteure auf weltlich/geistliche Interpretationen, wobei die Gastgeber den Auftakt machten. Vier Chorbeiträge „Die Nacht“, „Weit, weit weg“, „Der Bajazzo“ und „Handwerkers Abendgebet“ mit solistischer Einlage durch Herbert Fischer und Herbert Kleinbruckner/Gautam fanden begeisterten Beifall.

Der Gemeinschaftschor aus den Nachbargemeinden Wunderthausen-Diedenshausen hatte ebenso große Form an diesem Tage. „Lobe den Herren, meine Seele (Psalm 103), „Wenn ich ein Glöcklein wär“ und der Hit von Peter Maffay, „Über sieben Brücken“, sind immer wieder Gedankenanstöße aus der Musik für verantwortungsvolles menschliches handeln. Unterstrichen haben dies auch die beiden Solistinnen Diana Steinmeyer und Heidi Schenider-Weber sehr fein und klar.

Die Berleburger Männer kommen auch immer wieder gern und unterstützen die Chorarbeit der Freundeschöre mit Können und guter Leitung. Heiko Rath studierte mit seinen Sängern einiges an Volkstümlichem ein und Singen brachten es zum Klingen. „Der Wanderer“, „Im schönsten Wiesengrunde“ und „Abendruhe“ rundeten diesen Konzertteil ab. Günter Wahl leitete mit seinen Bläsern gekonnt und stimmungsvoll zur Weihnacht über.

Loblied auf Christi Geburt

Alle drei Chöre gaben im zweiten Teil abermals en bloc ein Loblied auf die Geburt Christi. Die deutschen Chorliteratur und Kirchenmusik hatte hier den Vortritt. Kompositionen von Michael Prätorius und Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und moderne Kompositionen kamen zur Aufführung. „Weihnachten bin ich zu Haus“ - das Thema stand schließlich vielen Konzertbesuchern im Gesicht.