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"Pflichtbesuch" ohne Zuspruch und Impulse

25.02.2009 | 16:36 Uhr

Bad Laasphe. ...

... Große Enttäuschung herrscht bei der Bad Laaspher "Bürgerinitiative für eine bessere Ortsumfahrung Bad Laasphe" nach dem Besuch der CDU-Landtagsabgeordneten Monika Brunert-Jetter: "Trotz einer Gesamtdauer von zwei Stunden endete der Pflichtbesuch als einseitiger und farbloser Informationsaustausch ohne weitergehende Impulse", beschreibt die Bürgerinitiative ihr Fazit des gemeinsamen Gesprächs.

Monika Brunert-Jetter hatte sich durch die Bürgerinitiative für eine bessere Ortsumgehung Bad Laasphe über die Planungen zur B62n Variante 7 und den Standpunkt der BI informieren lassen.

Der Besuch begann mit drei Ortsterminen. Zunächst erläuterte Christian Hengst die Anbindung an die Bundesstraße und den weiteren Verlauf der kritisierten Umgehungstrassen-Planung an der Fasanerie und unterm Steinchen am Zugang zum Hombach. In der Entenbergstraße in Niederlaasphe informierten dann Nicole Wydra und Volker Schäfer über die beabsichtigte Streckenführung und die Ausmaße des Brückenbauwerkes.

Anschließend wurden im Gasthof Schäfer anhand von Bildern, Karten und Grafiken die Probleme und Folgen der Variante 7 beleuchtet. Dr. Heinrich Loske erläuterte die von ihm entwickelte "Entenbergtraße" als Alternativlösung, um deutlich zu machen, dass die vom Landesbetrieb Straßen.NRW favorisierte Trasse nicht die propagierte letzte und einzige Möglichkeit für Bad Laasphe sei.

Loske zeigte auf, dass der 24 Jahre alte Baukostenrahmen noch nie eine Anpassung erfahren habe und die Straße deshalb und nicht wegen eines Schmetterlings zu einer Rumpf-Umgehung verkümmert sei.

Monika Brunert-Jetter berichtete von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Fernstraßenbau "aus diesem Grund habe ich für Ihre Einstellung vollstes Verständnis", so die Landtagsabgeordnete. Brunert-Jetter, die nach eigenen Angaben Menschen mit Zivilcourage zum Vorbild hat, vertrat im folgenden Gespräch die Meinung, dass ein Veto gegen die Planungen im laufenden Verfahren sinnlos und die Einflussmöglichkeiten der Politik auf die Verwaltung, speziell den Landesbetrieb Straßen.NRW, "gleich Null" seien.

Darüberhinaus sehe sie sich als Landespolitikerin nicht in der Verantwortung, da es sich um ein Projekt des Bundes handele. Kein Wort fiel, nach Angaben der Bürgerinitiative, über die bewilligten Millionenbeträge für den Landes- und Fernstraßenausbau in NRW. Stattdessen habe Brunert-Jetter zur Demut und Zurückhaltung der Bürger gemahnt, hieß es von der BI.

Klaus Peter Wolff von der Bürgerinitiative betonte, "wir werden uns weiterhin für eine Veränderung und Verbesserung der Trasse einsetzen. In letzter Konsequenz muss der Rechtsweg beschritten werden."

Trotz einer Gesamtdauer von zwei Stunden endete der Pflichtbesuch als einseitiger und farbloser Informationsaustausch ohne weitergehende Impulse, so das Fazit der BI.

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