Pfarrer als Schiedsrichter und Betreuer

Thomas Lindner gratulierte den Siegern im Fußball. Die Erndtebrücker Zweite wird nun im März den Wittgensteiner Kirchenkreis beim Konfi-Cup auf Landesebene in Kamen vertreten.
Thomas Lindner gratulierte den Siegern im Fußball. Die Erndtebrücker Zweite wird nun im März den Wittgensteiner Kirchenkreis beim Konfi-Cup auf Landesebene in Kamen vertreten.
Foto: WP

Erndtebrück..  Rund 150 junge Leute kamen am Freitagabend in die Erndtebrücker Dreifachturnhalle, es war wieder Konfi-Cup. Alljährlich treffen Katechumenen und Konfirmanden aus allen Ecken des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein einmal zusammen, damit die Kirchengemeinden in einem Wettbewerb Sieger-Mannschaften im Fußball und im Hockey finden. Der Gewinner im Kicken vertritt daraufhin den Wittgensteiner Kirchenkreis auf der nächsthöheren Ebene, wenn am Samstag, 21. März, im Schulzentrum Kamen der Sieger in der Evangelischen Kirche von Westfalen gesucht wird. Der Westfälische Erste qualifiziert sich für den Wettbewerb auf Ebene der Evangelischen Kirche in Deutschland, die abschließend am Freitag, 1. Mai, einen Gewinner sucht. Das Turnier in Köln gehört erneut zum Rahmenprogramm des DFB-Pokalendspiels der Frauen.

Mädchen mit dabei

Auch deshalb ist es den Verantwortlichen wichtig, dass sowohl Mädchen als auch Jungen in den Konfi-Cup-Mannschaften gemeinsam spielen. Bei insgesamt sechs Spielern mussten es immer mindestens zwei Mädchen auf dem Platz sein. Die Regel besteht schon länger, doch diesmal wurde sie bereits auf Kirchenkreis-Ebene konsequent durchgesetzt, so dass es insgesamt in Wittgenstein mit 14 Mannschaften deutlich weniger als in den vergangenen Jahren gab. Dem Spaß tat das indes keinen Abbruch - und wegen der geringeren Team-Zahl konnte Thomas Lindner vom Kompetenzzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im Kirchenkreis das Turnier diesmal auch wieder in nur einer Halle organisieren, nachdem die Berghäuser Pfarrerin Berit Nolting zuvor als Beauftragte für die Konfirmandenarbeit im Kirchenkreis Vorarbeiten geleistet hatte. Parallel liefen die Wettbewerbe im Fußball und Hockey, jeweils sechs Minuten dauerte eine Partie, in drei Gruppen wurden die Wettbewerbe in der Vorrunde durchgeführt.

Damit der Abend so gut wurde, wie er war, mussten viele Rädchen ineinander greifen. Zahlreiche helfende Hände waren nötig. Für Musik und tausend Kleinigkeiten sorgten junge Ehrenamtliche aus der Jugendarbeit, für das Essen die Young Ambassadors des Kirchenkreises, beim Pfeifen konnte Thomas Lindner auf Schiedsrichter setzen, die sonst eigentlich Pfarrer sind. Pfarrer und Pfarrerinnen waren übrigens auch als Trainer, Betreuer und Fans beim Konfi-Cup. Für die Konfirmanden eine spannende Erfahrung, die Kirchenleute so ganz anders zu erleben. Als Trainer fungierten übrigens auch Eltern und andere Menschen, so dass das Wort „Gemeinde“ an diesem Abend nochmal ganz anders als üblicherweise lebendig wurde. Auch durch anfeuernde Eltern auf den Zuschauerrängen. Es war schön zu sehen, wie unterschiedlichste Menschen ihre Gaben einbrachten. Für den Sieg der eigenen Mannschaft, aber letztendlich einfach für einen schönen Abend für alle. Und vielleicht war das am Ende sogar das Wichtigste.

Pokale gab es jeweils für die drei Erstplatzierten, diese Auszeichnungen wurden von der Sparkasse Wittgenstein gesponsert.

Für das Weitere bedeutet das Ergebnis: Die zweite Erndtebrücker Mannschaft hat sich den 21. März als Termin vorgemerkt, wenn es da gut läuft, geht es am 1. Mai noch nach Köln. Aber das ist definitiv kein Kinderspiel, die Qualität der Mannschaften auf der Westfalen-Ebene ist schon sehr hoch.