Ohne Schein auf dem Roller

Bad Berleburg..  Fahren ohne Führerschein – das brachte einem 35-jährigen Familienvater vor dem Amtsgericht Bad Berleburg jetzt eine Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro (60 Tagessätze zu 20 Euro) ein. Dem Angeklagten legte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft zur Last, im Oktober auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle einen Motorroller geführt zu haben, ohne im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis zu sein. Die war dem Berleburger nach einem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz im Jahr 2011 entzogen worden, eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) steht bis heute aus. „Ich hätte das Fahrrad nehmen sollen“, räumte der in vollem Umfang Geständige ein – doch ein platter Reifen habe ihn zu dem Entschluss bewogen, den nicht angemeldeten Motorroller zu nutzen.

Infolge seiner einschlägigen Vorstrafen– unter anderem eine Trunkenheitsfahrt auf dem Fahrrad, die einen schweren Verkehrsunfall zur Folge hatte – entging der Mann nur knapp einer Freiheitsstrafe. Die Staatsanwaltschaft stellte die charakterliche Eignung des 35-Jährigen für die Teilnahme am Straßenverkehr stark in Frage.