Offizieller Anstoß für den Bolzplatz

Raumland..  Als ein „Beispiel für praktizierte Integration“ hat der Raumländer Ortsvorsteher Heinz Limper am Dienstagnachmittag den renovierten Bolzplatz im Hinterstöppel bezeichnet. Zur offiziellen Einweihung durften die Raumländer Konfirmanden als erstes kräftig bolzen – auf neuem Kunstrasen und neuem Ballfangzaun.

Stadtjugendpflegerin Katharina Benner-Lückel erinnerte daran, dass der Kinderspiel- und Bolzplatz vor über 20 Jahren von Nachbarn in einer Elterninitiative sowie als Testfeld der Schaumstoff installiert worden war. Fast phänomenal für das gesamte Stadtgebiet war die außerordentliche Nutzung der Anlage von Jung und Alt. Nach Schulschluss bolzten und spielten die Kinder; abends grillten die Alten beim Bierchen. „Hier trafen sich Generationen“, weiß auch Bürgermeister Bernd Fuhrmann. Er stellte heraus, dass „der Mehrwert viel höher ist als die bloße Investitionssumme. Die Nutzung hier ist Beweis für die gute Entwicklung der Ortschaft Raumland.

27 517 Euro und 80 Cent

Auf den Cent ausgerechnet hatte Jugendfördervereinsvorsitzender Holger Saßmannshausen, was „an Barem“ in den Platz geflossen ist - nämlich 27 517,80 Euro. Sein Verein hatte die im städtischen Haushalt fehlenden Mittel aufgestockt, örtliche Firmen und Betriebe sowie Sparkasse und RWE haben mit Geld und Sachspenden oder Dienstleistungen mitgeholfen, den Kindern und Jugendlichen in und um Raumland eine tolle und haltbare Spielmöglichkeit zu geben.

Sparkassendirektor Axel Theuer fühlte sich bei der Einweihung in seine Kindheit zurück versetzt. Ohne wissen seiner Eltern habe er vor über 40 Jahren gebolzt, als Torwart einen kräftigen Schuss gehalten – auf Kosten eines Armbuchs. Wie bei der Sparkasse liege der Schwerpunkt der Unterstützung solcher Projekte auch bei der RWE im Engagement für die Region, betonten die Sprecher beider Sponsoren.

Pfarrer Dirk Spornhauer lobte den Standort des Bolzplatzes, denn „hier im Baugebiet am Hinterstöppel wohnen die meisten Kinder unserer Ortschaft.“

Die werden wohl dafür sorgen, dass die über 20 Jahre alte Idee der Nachbarn weiterhin Bestand hat.