Nicht versuchen, den Bürger zu belügen

Leserbrief von Helmut Wickel, Ausgabe vom 20. Mai. Ein herzliches Dankeschön an den Schreiber. Treffender hätten die Formulierungen nicht sein können. Zur Ergänzung noch einige Anmerkungen: Im Jahre 2014 wurden durch Wind ca. 11 Prozent des Strombedarfes gedeckt; d.h. um 100 Prozent des Strombedarfes zu erreichen sind also noch 220 000 weitere Windmühlen nötig (bei z.Zt. installierten 25 000 Stück).


Wie die Landschaft dann aussehen wird, kann man nur ahnen. Ob das den verantwortlichen Politikern klar ist, möchte ich bezweifeln. Die These, mit WKA wird der CO2-Ausstoß erheblich reduziert, ist ebenso

auch eine Lachnummer. Es ist ein Bruchteil von 1 Prozent, der eingespart wird. Denn bei der Herstellung, dem Transport, den Fundamentarbeiten usw. wird erheblich CO2 produziert. Hier sollte man nicht immer versuchen, den Bürger zu belügen, sondern ehrlich sein.


Dass bei der Genehmigung der WKA möglicherweise nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein könnte, wird durch die Bemerkung zum ornithologischen Gutachten (siehe Leserbrief Herr Wickel) verstärkt. Auch die Versetzung des damaligen Sachbearbeiters des Kreises, sieht aus wie das „aus der Schusslinie“ nehmen. Mein persönlicher Eindruck, gewonnen bei einer Sitzung in Siegen, war ein einziges Herumscharwenzeln jenes Sachbearbeiters um den Prinzen.


Den Befürwortern der Wind-und Solarenergie, die gleichzeitig die konventionellen Kraftwerke abschalten wollen, wird es kalt und dunkel werden, wenn Wind und Sonne eine Pause machen. Eine gesunde Mischung ist sicherlich sinnvoll, aber nicht WKA um jeden Preis. Denn, dass es nicht um Umwelt etc. geht, sondern nur um das Geld, dürfte inzwischen jedem normal denkenden Bürger klar sein. Auch die Gesundheitsgefahren, die von den WKA ausgehen, sind nicht berücksichtigt.

Warum hat Dänemark als ein Land mit dem meisten WKA wohl auf Grund der Beeinträchtigung der Gesundheit z.Zt. diesbezügliche Projekte gestoppt? Den Grundbesitzern, die schnelles Geld machen wollen, sei geraten, auch mal in die Zukunft zu denken.

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