Neues Treppenbeet ist gelebte Inklusion

Daniel Fuhr und Natascha Lauterbach neben dem schmucken Beet. Dafür gab es viel Lob von Bürgermeister Fuhrmann und  Ortsvorsteher Schneider.
Daniel Fuhr und Natascha Lauterbach neben dem schmucken Beet. Dafür gab es viel Lob von Bürgermeister Fuhrmann und Ortsvorsteher Schneider.
Foto: WP

Aue.. Für Bernd Fuhrmann ist es nicht nur eine „gelebte Inklusion“. Vor dem neuen Blumenbeet auf dem Weg zum Friedhof in Aue sprach Berleburgs Verwaltungschef auch von einer „Win-Win-Situation“. Begonnen hatte die Geschichte mit Ortsvorsteher Christian Schneider, der schon mal auf der Suche nach Ehrenamtlichen ist, die sich um Grünanlagen kümmern – und da ist ihm der Verein „Hand in Hand“ spontan eingefallen – schließlich übernimmt der gemeinnützige Verein bereits Mäharbeiten am Sportplatz.

Gesagt, getan, am Donnerstag war es soweit. Hoch motiviert machten sich Natascha Lauterbach und Daniel Fuhr ans Werk. Mit Hilfe von Stefan Tietjen war erst einmal Schwerstarbeit angesagt. „Wir mussten das ganze Gestrüpp mitsamt den Wurzeln entfernen“, erzählt der Pädagoge von dem Außeneinsatz. Dann wurde die Bepflanzung penibel vorbereitet. Die Hängelinde und die Bodendecker wurden anfangs nur auf die Erde aufgelegt, um möglicherweise noch Korrekturen am Gesamtbild vorzunehmen.

Beet kräftig gewässert

Nach der Bepflanzung wurde das neue Beet kräftig gewässert. Mit beim Pressegespräch neben Ortsvorsteher und Bürgermeister auch Andrea Nölling vom emsigen Dorfverein. „Wir möchten am 27. Juni auf jeden Fall den Tag der offenen Tür auf dem Sehlberghof besuchen“, kündigte die Vertreterin vom Arbeitskreis „Junge Familien“ eine engere Kooperation mit dem Verein an. Auf dem Hof leben aktuell zwölf Bewohnerinnen und Bewohnen mit geistigen Behinderungen, alle sind erwachsen. Es gibt Bestrebungen, die Einrichtung über den Dächern von Aue noch um drei Plätze erweitern. Anfragen gibt es laut Stefan Tietjen und Kollegin Beate Zydek genügend. Der Selbstversorgungsgrad ist hoch, das verschafft Hand-in-Hand einen großen Vorteil. „Das ergibt viele sinnvolle Arbeitsplätze und das ist gut für Menschen mit Behinderungen“, so Beate Zydek.

Inklusion ist Gleichberechtigung

Auch den beiden Hauptakteuren gefällt es dort sehr gut. „Daniel und ich machen auch Brot“, kann Natascha stolz vermelden. Der Bauernhof mit seiner Lebensmittelproduktion liegt zwar geografisch weit vom Schuss, trotzdem sind alle Beteiligten mitten im Dorf angekommen. So sieht es auch Stefan Tietjen. „Inklusion bedeutet Gleichberechtigung“, macht er deutlich.

Für ihren Einsatz belohnten Bürgermeister Bernd Fuhrmann und Ortsvorsteher Christian Schneider die beiden Nachwuchsgärtner mit einem Flachgeschenk. Das musste aber nicht in Bodendecker investiert werden – sondern beispielsweise in Eisspezialitäten. Das hat sich das fleißige Duo auch verdient.