Neuer Anfang für Sozialarbeit an den Schulen

Schulsozialarbeit live: Hier trainieren gerade Schülerinnen, wie man Konflikte richtig löst. Die Sozialarbeiter geben dabei Hilfe zur Selbsthilfe – übrigens auch Lehrern und Eltern.
Schulsozialarbeit live: Hier trainieren gerade Schülerinnen, wie man Konflikte richtig löst. Die Sozialarbeiter geben dabei Hilfe zur Selbsthilfe – übrigens auch Lehrern und Eltern.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nach dem Ende der Catering-Vereinbarung kooperiert Bad Berleburg mit dem CJD Siegen-Wittgenstein nun auf einem anderem Feld. Und auch die Wittgensteiner Nachbarkommunen sind im Boot.

Bad Berleburg..  Die Stadt Bad Berleburg hat die Kooperation mit dem CJD Siegen-Wittgenstein in Sachen Catering für die Mittagsverpflegung in sechs ihrer Schulen jetzt beendet, möchte mit der Einrichtung in Birkelbach aber künftig auf einem anderen Feld zusammenarbeiten – der Schulsozialarbeit.

Bisher wurden die rund 90 Essen für Bad Berleburg beim CJD zubereitet, das seine Dienstleistung aber einstellt – mangels Personal. Künftig sollen die Mahlzeiten von der Vitus Meal GmbH in Wemlighausen gekocht werden, in umgebauten Räumen der ehemaligen Gaststätte Ader­hold. Das Unternehmen ist bislang vorwiegend im Bereich „Essen auf Rädern“ tätig, hat aber seit einigen Monaten auch die Mittagsverpflegung für zwei Kindertagesstätten übernommen – eine davon die Kita Sonnenau in Erndtebrück.

Vitus Meal liefert schon ab Montag

Die Verträge zwischen der Stadt als Schulträger und dem neuen Lieferanten stehen kurz vor der Unterzeichnung. „Wir waren einfach überzeugt von der Qualität“, begründet Andreas Kus, im Rathaus Abteilungsleiter Schulen, die Entscheidung. „Und es entsprach auch preislich unseren Vorstellungen.“

So wird ein Essen ab dem nächsten Schuljahr in den Mensen am Johannes-Althusius-Gymnasium sowie der Haupt- und Realschule am Stöppel auch weiterhin 3,50 Euro kosten. In den drei Grundschulen „Am Burgfeld“, Berghausen und Aue-Wingeshausen dagegen werden sie moderat erhöht: von bisher 2,90 Euro auf künftig 3,10 Euro.

Produziert und geliefert wird im sogenannten „Cook and Hold“-Verfahren. Dabei werden alle Speisen zentral gekocht und in isolierten Behältern transportiert. „Danach sind auch unsere Küchen in den Schulen ausgerichtet“, erläutert Kus.

Eigenanteil bei 1000 Euro

Obwohl Ferien sind, wird die Schule „Am Burgfeld“ bereits ab Montag beliefert – Grund: Hier läuft die Offene Ganztagsschule weiter. Hier hatte übrigens auch die Kooperation mit dem CJD 2007 begonnen.

In Sachen Schulsozialarbeit an den weiterführenden Schulen strebt Bad Berleburg an, gemeinsam mit der Stadt Bad Laasphe und der Gemeinde Erndtebrück eine bewährte Kooperation vergangener Jahre mit dem CJD Siegen-Wittgenstein wieder aufleben zu lassen. Die wesentlichen Rahmenbedingungen für eine Trägerschaft des CJD sind bereits verhandelt worden. Andreas Kus schätzt, dass allein für die drei Bad Berleburger Schulen mindestens zwei Sozialarbeiter benötigt werden, die sich die Aufgaben teilen.

Nachdem sich der Bund Ende 2014 aus der Förderung zurückgezogen hatte, soll Schulsozialarbeit in den Städten und Gemeinden ab 1. August zu einem großen Teil aus NRW-Landesgeldern finanziert werden. Der Kreis Siegen-Wittgenstein stellt dazu jetzt einen Förderantrag. Darüber hinaus kalkuliert die Bad Berleburger Verwaltung mit einem Eigenanteil von rund 1000 Euro monatlich.