Neue Rettungswache wächst nach Plan

Die Rettungswache Womelsdorf wächst weiter: Der Rohbau steht soweit - jetzt ist der Innenausbau dran. Und die Dacharbeiten müssen noch vollendet werden.
Die Rettungswache Womelsdorf wächst weiter: Der Rohbau steht soweit - jetzt ist der Innenausbau dran. Und die Dacharbeiten müssen noch vollendet werden.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Investor Berge Bau will Gebäude an der Erndtebrücker Straße in Womelsdorf zum Sommer schlüsselfertig an den Kreis übergeben. Vom neuen Standort aus geht es für die Rettungskräfte schneller zu so manchem Einsatzort.

Womelsdorf..  Nach dem Winter gehen jetzt die Bauarbeiten an der neuen kombinierten Rettungs- und Feuerwache in Womelsdorf, Erndtebrücker Straße 2, weiter. Im Sommer soll hier wie vorgesehen das DRK-Team der bisherigen Erndtebrücker Wache samt Fahrzeugen einziehen, ebenso die Womelsdorfer Feuerwehr. Klappt das? „Wir sind da guter Dinge“, ist Eckehard Hof von Berge Bau in Sachen Baufortschritt sehr optimistisch.

Der komplette Baukörper stehe soweit, berichtet Hof. Letzte Arbeiten am Dach laufen. Außerdem könne man jetzt auch an den Innenausbau gehen. Rund 540 Quadratmeter stehen künftig für die große Rettungswache zur Verfügung, rund 150 Quadratmeter für die Feuerwehr. Und bei gutem Wetter seien natürlich bald auch Wärmedämmung und Außenputz machbar.

DRK und Feuerwehr: Keine Eile

Hof geht davon aus, den Gebäudekomplex spätestens im Juli oder August „schlüsselfertig“ an den Kreis Siegen-Wittgenstein zu übergeben. Der wird das Haus von Berge Bau als Investor dann für 30 Jahre pachten – insbesondere für den Betrieb der DRK-Rettungswache, die dann vom Erndtebrücker Kernort nach Womelsdorf umzieht.

Aber auch für die Feuerwehr vor Ort, die hier ebenfalls ein neues Domizil finden soll – über die Gemeinde Erndtebrück quasi als Untermieter des Kreises. Bis dahin werde man am alten Gerätehaus-Standort aber noch sehr gut zurecht kommen, betont Christian Born, Leiter der Womelsdorfer Löschgruppe. Was den Umzug angehe, sei absolut keine Eile geboten, sagt er.

Das meint auch Rüdiger Schmidt, beim DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein Leiter der Abteilung Rettungsdienst / Krankentransport. Es werde ohnehin „keinen großen Umzug geben“, so Schmidt. Da die Wache in Womelsdorf „so gut wie komplett neu eingerichtet“ werde, nehme das 18-köpfige, hauptamtliche DRK-Team aus der alten Wache allenfalls ein paar Schränke mit. Und natürlich den Rettungswagen sowie die beiden Krankentransportwagen. Außerdem sei am neuen Ort ein weiterer Stellplatz reserviert – eventuell für ein zusätzliches Notarzt-Einsatzfahrzeug. In Womelsdorf werde kein Einsatzfahrzeug mehr im Freien stehen müssen, freut sich Schmidt, werde es in Umkleide und Sanitärbereich „eine saubere Trennung zwischen Männlein und Weiblein geben“.

„Ziel ist es, im ländlichen Bereich im Schnitt nach zwölf Minuten mit einem geeigneten Rettungsmittel vor Ort zu sein.“ So hatte der damalige Siegen-Wittgensteiner Landrat, Paul Breuer, die Verlegung der Wache aus dem Erndtebrücker Kernort ins fast drei Kilometer entfernte Womelsdorf begründet.

Kalkulierte Kosten: 1,5 Millionen Euro

Das war im Mai 2014, als es um die Unterzeichung der Verträge für das Bauprojekt ging. Der Kreis hatte bei den Grunderwerbs- und Baukosten seinerzeit mit einer Summe von rund 1,5 Millionen Euro kalkuliert.