Nach harter Arbeit das gesteckte Ziel erreicht
09.02.2012 | 15:32 Uhr 2012-02-09T15:32:00+0100
Girkhausen.Ein eisiger, schneidender Wind umweht gestern Morgen die Bergkuppe auf der Steinert. Löschgruppenführer Ralf Buchwald und seine 20 Kameraden der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr wuchten schwere Stromaggregate und Brennholz von einem Traktor-Anhänger.
Es sind die letzten Vorbereitungen für die Internationalen Deutschen Feuerwehr-Skimeisterschaften. „Wir wollen, dass es hier so wird, wie bei den Skiveranstaltungen im Fernsehen auch“, kündigt Buchwald an, „mit Stimmungsmusik, abendlichem Schwedenfeuer und allem, was dazugehört.“ Die notwendigen Zutaten: Flutlichtmasten und Leuchten für den 900-Meter-Nachtsprint, Lautsprecher, Zelte, Lichtschranken und Zielkamera für den professionellen Rahmen der Veranstaltung.
Unterstützt werden die Feuerwehrleute bei der Organisation vom THW Bad Berleburg und dem Skiclub Girkhausen. Die allerdings stoßen erst am Nachmittag dazu, wenn es darum geht, das Flutlicht und die Zeitmessanlagen zu installieren. Bis zum Mittag will die Feuerwehr die gröbsten infrastrukturellen Vorbereitungen abgeschlossen haben. „Die Rahmenplanungen mussten wir ja nur noch auftauen“, verweist Ralf Buchwald auf die ausgefallene Veranstaltung im vergangenen Jahr, „und wir sind wirklich froh, dass es dieses Mal klappt.“
„In erster Linie“, meint Buchwald, „steht das Motto ‘Dabei sein ist alles’ im Vordergrund. Doch es gibt natürlich auch ein paar Profis, die hier alles geben werden.“ Er selbst nehme auch teil, führt der Girkhäuser aus, am 10-Kilometer-Rennen am Samstag auf der Steinert. Augenzwinkernd merkt er an: „Der Sprint ist mir viel zu kurz.“ Insgesamt haben sich 220 Starter für die drei Wettbewerbe angemeldet, vier Belgier sorgen für einen Hauch von internationalem Flair. Mit den Meldezahlen ist Ralf Buchwald ganz zufrieden. Nur der Sprint sei mit 20 Startern dünn besetzt. „Leider haben wir kaum Teilnehmer aus dem Hochsauerlandkreis“, erklärt er. Dennoch hofft er auf gute Stimmung an der Piste.
Jens Lauber, Feuerwehrmann aus Girkhausen, ist wie andere seiner Mitstreiter Helfer und Starter zugleich. Er startet in zwei Disziplinen, beim Sprint und über die 10-Kilometer-Distanz. „Bei mir ist es eher Krampf als Kampf“, gesteht der 32-Jährige, dem das Wandern eher liegt als das Skilaufen. „Seit 2000 nehme ich an den Meisterschaften teil“, erzählt er, „und jedes Mal wieder hole ich erst kurz vorher die Bretter heraus.“ Er sei nie aktiver Langläufer gewesen und alles andere als ein Titelaspirant, sagt Lauber, doch in der Heimat müsse er auf jeden Fall dabei sein. „Ich glaube“, fügt er hinzu, „dass viele meiner Kameraden hier genauso denken.“
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