Munitionsdepot in Lützel ist eine ständige Gefahr

Die US-Armee berichtet über den 3. April 1945, das der Vormarsch gegen unterschiedlichen Widerstand weitergehe. Außerdem wisse man von Zivilisten, dass sich im Raum Lützel Deutsche Truppen sammeln, die über ungeheure Mengen an Munition verfügen - gemeint ist die in den 1930er Jahren errichtete Heeres-Nebenmunitionsanstalt, die zu den größten Depots an der Westfront zählt. Hier lagert die Wehrmacht auch Beutemunition. Nach der Eroberung durch die US-Streitkräfte wurde die Munition gesprengt. Noch heute sind weite Teile des Waldes um Lützel nicht begehbar. Von Lützel aus werden im März und April 1945 immer wieder Gegenangriffe von Einheiten mit 100 bis 150 Soldaten und bis zu sechs Kampfpanzern geführt, die sich zwischen die amerikanischen Linien schieben. Die Amerikaner berichten vor Lützel sei die Kompanie A des 28. US-Infanterieregimentes fast aufgerieben worden.

Model in Jagdhaus und Oberkirchen

Außerdem berichten deutsche Gefangene dem US-Militär, der deutsche Generalfeldmarschall Walter Model soll am Tag zuvor in Lützel und Erndtebrück gewesen sein. Model soll die deutschen Truppen aus dem Gasthof Wiese in Jagdhaus oder aus dem Hotel Schütte in Oberkirchen dirigiert haben.

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