Müll droht noch teurer zu werden

Weiteren Aktionsspielraum verspricht sich die Stadtverwaltung vom künftigen Verpackungsgesetz. Der vorliegende Entwurf dazu sieht unter anderem vor, dass sie „mit den Systembetreibern des Dualen Systems“ vereinbaren kann, dass auch „Nicht-Verpackungsabfälle aus Kunststoffen oder Metallen, die bei privaten Endverbrauchern anfallen“, gemeinsam mit stoffgleichen Verpackungsabfällen als Wertstoffe entsorgt werden können.

Außerdem könnte sich ein erhöhtes Mitspracherecht für die Kommunen etwa bei der Art und Größe von Sammelbehältern sowie der Häufigkeit und des Zeitraums der Behälter-Leerungen ergeben. Auf diese Weise „könnte sich die Situation von überfüllten Depot-Containern etwas entspannen“, hofft man im Rathaus.

Kartellamt im Blick

Obwohl die Stadt nicht zuletzt wegen sinkender Einwohnerzahlen von geringeren Mengen beim Bio- und Restabfall ausgeht, befürchtet sie in den nächsten Jahren „deutliche Steigerungen bei den Aufwendungen für die Abfallentsorgung“. Hintergrund: Die Stadt Bad Berleburg wird voraussichtlich die Abfallabfuhr-Leistungen Anfang 2021 neu ausschreiben. Ferner ist laut Stadt „absehbar, dass in den Jahren 2020 bis 2022 der Kreis die [...]Entsorgungsverträge ausschreiben wird“ – vermutlich mit der Folge, dass die beauftragten Unternehmen sich diese Leistungen besser als bisher bezahlen lassen werden.

Zugleich hat die Stadt Bestrebungen des Bundeskartellamtes im Blick, den Wettbewerb in der Abfallwirtschaft unter die Lupe zu nehmen. Der droht nämlich zum Beispiel bei der Entsorgung von Hausmüll und Wertstoffen immer kleiner zu werden – „durch eine wachsende Konzentration im Entsorgungssektor“.