Mit Bildern Augen öffnen und Wege finden

Gruppenbild mit dem ehemaligen Vorsitzenden der WKG, Willy Graf (l. Außen), Christina von Alten, Jan Osterrath mit Tochter Julia, Jutta Dornhöfer und Wolfgang Völker (Vorstand der WKG).
Gruppenbild mit dem ehemaligen Vorsitzenden der WKG, Willy Graf (l. Außen), Christina von Alten, Jan Osterrath mit Tochter Julia, Jutta Dornhöfer und Wolfgang Völker (Vorstand der WKG).
Foto: WP

Bad Berleburg..  Das Wetter schlägt in diesen Tagen Kapriolen und es schien jetzt so, als wollen Schnee und Eis die Besucherzahlen zur Vernissage der neuen Gemäldeausstellung in der Galerie der Sparkasse auf ein Minimum reduzieren. Doch die Menschen kamen mit Bedacht und Vorsicht, um die bunte Vielfalt der Künstlerin Christina von Alten zu bewundern, sich durch die Künstlerin selbst in ihr Schaffen einführen zu lassen.

In Südafrika geboren

Christina von Alten ist Weltbürgerin, in Südafrika geboren, dort aufgewachsen und hat dort studiert. Sie ging 1989 nach München. In Bayern baute sie eine Werbeagentur auf und arbeitete als Modedesignerin. Die Kunst, die Malerei speziell, war schon immer ihr „Ding“. So studierte sie noch einmal an der dortigen Kunstakademie. Heute lebt die Cosmopolitin mit ihrem Ehemann nahe dem südfranzösischen Toulouse.

Christina von Altens verwandtschaftliche Bande reichen bis ins Wittgensteiner Land. Sie verbindet eine ganz besondere Beziehung zu Familie Osterrath. Der Betreiber der Firma Osterrath, Jan Osterrath, stellte auf einer Südafrikareise einst mit einem Freund die Verbindung zu seiner Cousine zweiten Grades her. Heute ist daraus eine wunderbare Freundschaft geworden.

Laudator Wolfgang Völker (Wittgensteiner Kunstgesellschaft) konnte an diesem Abend sogar einen tiefen Griff in die Gründungszeit der Gesellschaft ins Jahr 1980 machen. Jacqueline Osterrath war ebenso wie Nham-hee Völkel-Song und Lutz Motzer Gründungsmitglied der WKG `80. So hielten die Fäden sehr fest und mit Jacqueline Osterrath wurde das Kunst-und Kulturleben in der Region maßgeblich bereichert.

Bunte Familienbande

Die bunten Bande der Familie über die ganze Welt verstreut, so bekennt Christina von Alten, seien mit ein Anreiz für die Unterschiedlichkeit ihrer Bilder. Der Berleburger Sparkassenbesucher hat anhand von 35 Gemälden die Möglichkeit, sich zu überzeugen, wie die Weltbürgerin unterwegs ist. Christina von Alten legt sich nicht auf ein gewisses Motiv fest, sie schaut sich um, erschafft eine Sicht auf die Frau, gibt Buntes in Acryl mit Spielzeugserien wieder, wagt hier und da einen Augenblick auf Tiere und Landschaften gewandt. „Ich frage in Ausstellungen immer die Betrachter meiner Werke, welches sie am liebsten mögen. So kann ich mich selbst einordnen und weiß, woran ich noch arbeiten kann.“ „Welten“ hat sie ihre Ausstellung genannt. Der Titel zeigt bereits, wie flexibel, farbenfroh und mit welcher Weitsicht Christina von Alten arbeitet. „Mein Anliegen ist es mit der Wirkung der Bilder Augen zu öffnen, für mich selbst auch Wege zu finden, um neue Bilder zu kreieren und vor allen Dingen möchte ich Grenzen verschieben.“ Das Spiel des Lebens überträgt sie in eine Welt der Magie und Metapher und erlaubt somit dem Betrachter einen dezenten Blick auf Menschen und Welt jenseits der Realität.

Über Wittgenstein sagt die Künstlerin aus, wann immer sie hierher komme, sie habe das Gefühl einer Wurzel hier zu haben - „ach es ist Wittgensteinisch“, damit beschreibt sie Lebensart, die Sprache, neue Motive für ihr Tun und die Menschen hier. Zudem hat sie besonders unter der Glaskuppel der Sparkassengalerie das Gefühl eines „kleinen Louvres“.

Unterstützung

Ein herzliches Dankeschön zur Ermöglichung dieser überaus sehenswerten Ausstellung ging an Jutta Dornhöfer (WKG), Waltraud Pickhan und Holger Saßmannshausen (beide Sparkasse Wittgenstein). Sie haben für den reibungslosen Aufbau, die freundliche Gestaltung und liebevolle Bewirtung und Organisation Sorge getragen. Die Ausstellung ist zu sehen bis einschließlich Mittwoch, 29. April, jeweils zu den Geschäftszeiten der Hauptstelle der Sparkasse Wittgenstein.