Marianne Afflerbach verabschiedet

„Mein letzter Schultag“: Schulleiter Thorsten Denker, das Lehrerkollegium und die Erndtebrücker Grundschüler müssen nun auf  Marianne Afflerbachverzichten.
„Mein letzter Schultag“: Schulleiter Thorsten Denker, das Lehrerkollegium und die Erndtebrücker Grundschüler müssen nun auf Marianne Afflerbachverzichten.
Foto: WP
Die beliebte Lehrerin der Grundschule Erndtebrück geht in den Vorruhestand. 1975 hatte die heute 64-Jährige ihre Laufbahn begonnen.

Erndtebrück..  Die Berufung zur Lehrerin ist Marianne Afflerbach möglicherweise nicht in die Wiege gelegt worden, vorbelastet war sie nach eigenen Angaben aber doch. „Ich bin in der Pulverwaldstraße groß geworden. Und schon als ich fünf war, haben mich einige ältere Mädchen mit in die Grundschule genommen.“

Das prägt wohl. Die heute 64-Jährige ist am Donnerstag offiziell in den Vorruhestand verabschiedet worden – nach 40 Jahren Tätigkeit. Die Laufbahn der beliebten Erndtebrückerin darf in Zeiten, wo Kollegen aus den unterschiedlichsten Gründen viel früher ausscheiden, schon als Karriere betrachtet werden. Auch während ihres Abiturs hat sie nie überlegt, welchen Beruf sie ergreifen würde. Ihre Ausbildungszeit absolvierte Marianne Afflerbach an einer Schule in Heggen bei Finnentrop, und auch an ihren Start am 1. Februar 1975 an der Eder kann sie sich noch hervorragend erinnern.

Nie größere Probleme gehabt

Mehrere Umstände haben ihr die vier Jahrzehnte leicht gemacht. „In der ganzen Zeit habe ich nie größere Probleme gehabt.“ Und an dieser Stelle lobt die angehende Ruheständlerin nicht nur ihre Kollegen und Kolleginnen, sondern auch die Mitarbeit der Eltern. „Wenn man jemanden brauchte, war immer jemand da.“ In all den Jahren kam niemals bei ihr der Wunsch auf, woanders zu unterrichten, freut sich die Pädagogin rückwirkend, die unter anderem in den Fächern Mathematik, Sachkunde oder Religion gelehrt hat.

Einige Tausend Mädchen und Jungen dürften es wohl in den 40 Jahren gewesen sein. Was aber ist der besondere Reiz am Lehrerberuf an einer Grundschule? Da hat sie gleich zwei Begründungen parat: „Man sieht jeden Tag die Fortschritte bei den Kindern“, gleichzeitig hebt sie auch deren Motivation hervor. „Die wollen lernen, und das ist das Schöne.“

Intensiv um Nachwuchs kümmern

Wer sich so intensiv um den Nachwuchs kümmert, der wird natürlich von Kollegen, Eltern und den Kindern gebührend verabschiedet. In drei Abschnitten, von 1970 über 1980 bis zum Abschied, ist ihr Werdegang entsprechend dargestellt worden. Über diese Präsentation freute sich natürlich auch Schulleiter Thorsten Denker, der seine Mitarbeiterin aber noch öfter sehen wird.

Den Schulschlüssel wird sie vorerst noch behalten und erst später ihre Utensilien abzuholen und klar Schiff machen. Wenn es dann ruhiger wird, will sie mit ihrem Mann verreisen, Dinge tun, die ihr Spaß machen, und sich intensiv um die vier Enkelkinder kümmern.