Linten (CDU) kandidiert erneut als Bürgermeister

Erndtebrück..  Für die Bürgermeister-Wahl am 13. September will die Erndtebrücker CDU ihren Fraktionschef Heinz-Josef Linten (62) ins Rennen schicken. Fraktion und Vorstand des Gemeindeverbandes haben sich darauf bereits geeinigt – fehlt nur noch das Votum der CDU-Gemeindeverbandsversammlung, die Mitte März tagen soll.

CDU-Verbandsvorsitzender Rolf Duchhardt bescheinigt Linten alle Erfahrung, die man sich für einen Bürgermeister-Kandidaten nur wünschen könne. Der 62-Jährige lebt in Erndtebrück und war bereits zwischen 1994 und 2004 im Amt – als Vorgänger von Karl-Ludwig Völkel (SPD). Linten hatte sich nach der Wahlschlappe gegen Völkel 2004 zunächst aus der Erndtebrücker Kommunalpolitik zurückgezogen, um bei der Wahl 2009 wieder in den Rat einzuziehen. Seit 2012 ist er CDU-Fraktionschef.

Kein Wort zur Wahlkampf-Strategie

Nun, da Völkel seinen Abschied als Bürgermeister angekündigt hat, sieht Linten gute Chancen, auch sein Nachfolger zu werden. Die Sozialdemokraten gehen wie geplant mit Henning Gronau (31) an den Start, außerdem denkt Thomas Müsse (57), Kämmerer und Beigeordneter im Erndtebrücker Rathaus, weiter über eine eigene Kandidatur nach.

Über seine Wahlkampf-Strategie möchte Linten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sprechen. Aber darüber, was sich mit ihm als alter und neuer Bürgermeister im Rathaus an der Talstraße verändern sollte. Erndtebrück müsse auch ohne Steuer-Erhöhungen attraktiv bleiben, sagt er – ein Argument, mit dem er bei der SPD mittlerweile offene Türen einrennt.

Ferner will Linten „voll auf die interkommunale Zusammenarbeit setzen“ – da sei nämlich in den letzten Jahren „einiges ausgesessen worden“, kritisiert er. Dass die Gemeinde verschuldet sei, liege nicht zuletzt daran, dass man bei Schameder seinerzeit den Industriepark Wittgenstein etabliert habe. Heute könne man aber froh sein, dass die Nachfrage dort oben derart gut sei, dass es nun wie berichtet mit dem dritten Bauabschnitt weitergehen könne. Für das Erndtebrücker Gewerbesteuer-Aufkommen könne das nur positiv sein.

Ob die Erndtebrücker FDP nun einen eigenen Bewerber kürt, ist noch offen. Ursprünglich sollte es aus dem bürgerlichen Lager einen gemeinsamen mit den Christdemokraten geben. FDP-Fraktionschef Heinz Georg Grebe verweist dazu auf eine Partei-Sitzung am heutigen Mittwochabend, bei der man über das weitere Vorgehen entscheiden wolle. Denkbar ist auch, dass die Liberalen nun Lintens Kandidatur unterstützen.

Den gemeinsamen bürgerlichen Kandidaten könne auch deshalb schon nicht geben, erklärt CDU-Mann Linten, weil hier die UWG ausgeschert sei und nun nach eigenem Bekunden den Bewerber Thomas Müsse unterstütze.

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