Lieder von Goßmann und den Toten Hosen

Der MGV "Concordia" Arfeld wurde jetzt 140 Jahre alte. Seit 10 Jahren steht der Chor unter dem Dirigat von Ulrich Schäfer.
Der MGV "Concordia" Arfeld wurde jetzt 140 Jahre alte. Seit 10 Jahren steht der Chor unter dem Dirigat von Ulrich Schäfer.
Foto: WP

Arfeld..  Dem einstigen Pfarrer Dickel in Arfeld war es ein christliches Anliegen, im Dörfchen an der Eder das Straßensingen zu verbannen und vielmehr das Evangelium durch den Gesang unter die Menschen zu tragen. Somit sprach er die Menschen in Arfeld darauf an und schließlich konnte mit seinem entscheidenden Zutun am 20. Januar 1875 der MGV Concordia Arfeld gegründet werden. Jetzt wurde in der Arfelder Grillhütte der 140. Geburtstag beziehungsweise Gründungstag gefeiert.

In lockerer Atmosphäre versammelten sich viele Freunde und Gönner der Sänger, um den Tag gebührend zu begehen. Unter den Freunden aus dem Ort kamen auch die Gastchöre „Liederkranz“ aus Dotzlar, der Frauenchor „Erholung“ Bad Berleburg und der MGV „Erholung“ Schüllar-Wemlighausen.

Locker und leger

Thomas Achenbach, Vorsitzender des MGV Concordia Arfeld moderierte das Programm leger, so locker wie der gesamte Abend verlaufen sollte und konnte bei seiner Begrüßung verkündigen, dass nicht allein der Chor Geburtstag feiert, sondern auch Chorleiter Uli Schäfer seine Tätigkeit in Arfeld seit nunmehr zehn Jahren mit fachmännischem Knowhow ausführt. Thomas Achenbach wusste in seiner kleinen Laudatio herauszustellen, dass der „Concordia“ für Arfeld ein wichtiger Kulturträger ist und auch mit der Stimmkraft der Sänger und des weiteren „Trainings“ mit Uli Schäfer seine Rolle als musikalische Kraft behalten wird.

In Arfeld waren die Organisatoren ganz besonders darauf bedacht, dass auf Förmlichkeiten wie lange Reden verzichtet wurde. Die Musik, der Gesang sollte unbedingt im Vordergrund stehen.

An Tagen wie diesen

Die Gastgeber machten den Auftakt mit dem „Wittgensteiner Sängergruß“, den der einstige Musikpädagoge Karl-Heinz Goßmann komponierte. Es ging weiter mit „Tage, wie diese“, dem inzwischen legendären Song der „Toten Hosen“.

Es sollte auf keinen Fall langatmig werden und die Chöre bewegten sich mit ihrem angebotenen Lieder-Repertoire auf sehr abwechslungsreicher Ebene, was durchweg zur hervorragenden Stimmung im Raum beitrug. Der „Liederkranz“ Dotzlar, der unter dem Vertretungsdirigat von Silke Wied stand, ehrte die „Concordia“ mit ihrem Eingangschor „Vater unser“, bewegte sich dann zum traditionellen Liedgut mit „Die Rose“ und erinnerte mit „Wittjestee, mei Hematländche“ und „Wer recht in Freuden wandern will“ an die unbedingt zu besingende Schönheit des Wittgensteiner Landes. Im Wechsel folgten dann die Auftritte der Gastgeber und der Gastchöre.

Der Frauenchor „Erholung“ Bad Berleburg mit Chorleiterin Regina Pape griff die Thematik des musikalischen Wohlgefühls und der Heimatatmosphäre erneut auf. „Horch, was kommt von draußen rein“, „Jahre kommen, Jahre gehen“ und der christliche Gedanke bekam seine Bedeutung mit „We’re marching in the light of God“ rundeten ihren Vortrag ab.

Lieder zum Geschenk gemacht

Der Allrounder André Braun wusste mit seinen Mannen aus Schüllar-Wemlighausen den Wunsch der Sangesfreunde in Arfeld aufzugreifen und sich auf internationalem Terrain zu anzusiedeln. „Das Ringlein“, der „Bajazzo“, „Roll Jordan“ und „Einen Schutzengel“ haben sie in Arfeld zum Geschenk gemacht.

Großes Finale

Mit Geschenken ging es dann auch nach zweieinhalb Stunden Chorgesang in die offizielle Endrunde. Chorleiter Uli Schäfer nahm an der Seite von Ehefrau Brigitte, die ihren Gemahl während der vielen Probenabende entbehren muss, Blumen und einen Gutschein für einen Hotelaufenthalt im Sauerland entgegen.

Abschließend das große Finale mit allen Männerstimmen gemeinsam mit „Das Morgenrot“ und „Ein Bier“ - das Büfett, das von fleißigen Händen aus der Dorfgemeinschaft vorbereitet wurde, war eröffnet und die Kehlen konnten mit dem Bier gekühlt werden.

„Die Fidelos“, die Hausband des „Concordia“ mit Jürgen Erbau am Kontrabass, Arno John (Schlagzeug) und Uli Schäfer (Akkordeon) untermalte den späten Abend weiterhin mit Volkstümlichem und forderte die sehr zahlreichen Gäste zum Tanz auf.