Landrat: Einsatz für die Ortsumgehungskette

Setzt sich für die Ortsumgehungskette ein: Landrat Andreas Müller.
Setzt sich für die Ortsumgehungskette ein: Landrat Andreas Müller.
Foto: WP

Siegen-Wittgenstein..  Landrat Andreas Müller hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gebeten, die vom Kreis Siegen-Wittgenstein angemeldeten Projekte für den neuen Bundesverkehrswegeplan – insbesondere die Ortsumgehungskette von Kreuztal nach Erndtebrück – „uneingeschränkt zu unterstützen“. Müller verweist in seinem Schreiben auf die Sitzung des Kreistages vom 27. März, in der sich die Mitglieder des neuen Kreistages mit breiter Mehrheit für die Verwirklichung der Projekte ausgesprochen haben, die bereits der letzte Kreistag im Jahr 2012 zur Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans angemeldet hatte. Der Landrat betont in dem Schreiben, dass „gerade die Ortsumgehungskette von einer großen Mehrheit der Bevölkerung zur nachhaltigen Anbindung des Wittgensteiner Raums gefordert wird“.

Ausbau bis zur Landesgrenze

Neben Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat Landrat Andreas Müller, wie vom Kreistag gewünscht, auch NRW-Verkehrsminister Michael Groschek, die Bundestagsabgeordneten Willi Brase (SPD) und Volkmar Klein (CDU) sowie die Mitglieder des Bundestagsausschusses für Digitale Infrastruktur und Verkehr nachdrücklich gebeten, die vom Kreis in das Verfahren eingebrachten Forderungen zu berücksichtigen. Dazu gehören neben der Ortsumgehungskette von Kreuztal bis Schameder (B 508/B 62) auch die B 508neu von Erndtebrück bis zur hessischen Landesgrenze und der sechsstreifige Ausbau der A 45 sowie Verbesserungen im Schienennetz auf der Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Hagen und Gießen bzw. auf der Siegstrecke zwischen Siegen und Köln.

Der Kreistag reagierte mit seinem neuerlichen Beschluss auf ein Schreiben einer Aktionsgemeinschaft. Diese hatte den in diesem Verfahren wichtigen Bundestagsausschuss aufgefordert, die Ortsumgehungskette aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen.

Kurzfristige Verbesserungen

Im seinem Schreiben an Landesverkehrsminister Groschek formuliert Landrat Andreas Müller auch seine persönliche Erwartung, mit ganz konkreten Maßnahmen schon relativ kurzfristig Verbesserungen für die Verkehrsanbindung Wittgensteins zu realisieren. „Ich erwarte, dass der Ausbau der B 62 vom heutigen Baustellenbereich an der Kronprinzeneiche im Zeitraum bis 2016 bis zur Ortslage Lützel fortgesetzt wird. Danach sollte im Jahr 2017 die Landstraße L 719 zwischen Walpersdorf und der Siegquelle im vorhandenen Verlauf grundsaniert und moderat erweitert werden. Für die Jahre 2018 und 2019 steht aus meiner Sicht die Erneuerung und der teilweise 3-spurige Ausbau der B 62 zwischen Lützel und Erndtebrück – bis zum Abzweig zu den Erndtebrücker Eisenwerken – auf dem Programm. Hierzu gehört auch eine Brücke zum kreuzungsfreien Übergang über die Bahnstrecke bei Altenteich.“

Minister Groschek soll den Landesbetrieb Straßen NRW beauftragen, die dazu eingeleiteten Planungen konsequent fortzuführen und umzusetzen. Dafür sichert Müller dem Landesbetrieb die Unterstützung der Fachbehörden der Kreisverwaltung zu. „Damit kann die Verkehrssituation zwischen Siegerland und Wittgenstein auch für den Zeitraum bis zu einer Realisierung der Neubaumaßnahmen schon spürbar verbessert werden“, macht Müller deutlich.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein werde diese Maßnahmen im Bereich der Bundes- und Landstraßen durch wichtige Sanierungs- und Ausbauprojekte bei den Kreisstraßen begleiten. Dazu will der Landrat den politischen Gremien in den nächsten Monaten ein konkretes Programm vorschlagen. Beispielhaft nannte Andreas Müller unter anderem die K 34 zwischen Rückerhausen und der Landstraße L 719 (Eltershausen).