Land unter an Lahn und Eder
22.08.2007 | 06:39 Uhr 2007-08-22T06:39:32+0200Wittgenstein. (lpd) Die Pegel von Odeborn, Eder und Lahn stiegen stetig an. Dennoch verzeichneten die Wittgensteiner Ordnungsbehörden und Feuerwehren keine gravierenden Hochwasserschäden.
"Die Pegel sind hoch aber nicht bedrohlich", fasste Kreis-Pressesprecher Torsten Manges die Lage für Siegen-Wittgenstein zusammen. Noch bis gestern 16 Uhr galt für das Kreisgebiet eine "Warnung vor markantem Wetter", dies entspreche der zweiten von insgesamt fünf Warnstufen des Deutschen Wetterdienstes und bedeute 10 bis 15 Liter Regen auf den Quadratmeter, so Manges im WR-Gespräch.
Bad Berleburgs stellv. Stadtbrandinspektor Reiner Schilling erläuterte der WR, dass man vorbereitet sei: "Wir haben Sand geordert, der im Städtischen Bauhof lagert und wir haben Sandsäcke, die wir im Norfall befüllen können", so Schilling.
Gravierender ist die Lage im Hochsauerland gewesen. Zwei Fahrzeuge der Bad Laaspher Freiwilligen Feuerwehr waren deshalb gestern mit Sandsäcken im Gepäck auf dem Weg nach Meschede, bestätigte Torsten Manges.
Die seit Dienstag anhaltenden Regenfälle haben die Flüsse auch vielerorts in Wittgenstein über die Ufer treten lassen und selbst kleine Bäche oder Entwässerungsgräben glichen reißenden Strömen. Vor allem in Raumland hat die Eder zwischen Altem Dorf und Vorderstöppel weite Teile der Weiden überflutet. Besonders betroffen war die eigens zum Dorfjubiläum errichtete kleine Brücke, die das Alte Dorf unterhalb der Kirche mit der Pfarrwiese und dem Standort des Festzeltes verbindet. Sie ist überflutet worden und drohte weggeschwemmt zu werden. Nur Erdanker und Drahtseile hielten das Holzbauwerk an seinem Platz. Ähnlich war es dem so genannten Ziegensteg im Arfelder Stedenhof ergangen, der beim Hochwasser vor zwei Wochen durch einen angeschwemmten Baum weggedrückt und umgerissen wurde. Noch am Wochenende hatten die Arfelder bei Niedrigwasser mit Aufräumarbeiten begonnen. Wann die Verbindung zwischen dem Stedenhof und dem Ederauenradweg wieder errichtet werden kann, hängt nicht zuletzt auch von der Finanzierung ab. Der Ziegensteg war anlässlich der der 1200-jahrfeier des Dorfes Arfeld vor sieben Jahren errichtet worden.
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