Laasphe auf der Zielgeraden

Bei der Unterzeichnung eines Vorvertrages –  Im Bild von links: Christian Hibblen, Hans Büch (beide FN), Bürgermeister Dr- Torsten Spillmann, Dieter Kasper und Joachim Debus.
Bei der Unterzeichnung eines Vorvertrages – Im Bild von links: Christian Hibblen, Hans Büch (beide FN), Bürgermeister Dr- Torsten Spillmann, Dieter Kasper und Joachim Debus.
Foto: WP

Bad Laasphe..  Das Modellprojekt Altstadtkraft biegt auf die Zielgerade ein. Mit ihrer Idee, große Teile der Bad Laaspher Altstadt mit Nahwärme aus einem Blockheizkraftwerk zu heizen und dazu noch Strom zu produzieren, ist die Stadt einer der großen Gewinner des Landeswettbewerbes „KWK-Modellkommune 2012-2017“, bei dem Fördergelder in Millionenhöhe in die Siegerprojekte investiert werden.

Partner vom Niederrhein

Um ein auf der Basis der Kraft-Wärme-Kopplung basierendes Nahwärme- und Energienetz aufbauen zu können, braucht die Stadt Bad Laasphe einen erfahrenen Kooperationspartner. Den hat sie in der Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH bereits gefunden. Die Zusammenarbeit wird jetzt durch die Gründung einer gemeinsamen Betreibergesellschaft besiegelt. Der Bad Laaspher Stadtrat muss dem Vertragsentwurf in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 25. Juni, aber noch zustimmen.

Der Entwurf sieht eine GmbH mit 25 000 Euro Stammkapital vor, das je zur Hälfte von der Stadt und der Fernwärmeversorgung Niederrhein kommt. Beide stellen jeweils einen Gesellschafter und fünf Mitglieder im Aufsichtsrat. Geborene Mitglieder des Aufsichtsrates sind der Bürgermeister der Stadt Bad Laasphe und der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH. Außerdem schlägt die Verwaltung dem Rat vor, Joachim Debus als Geschäftsführer und Manfred Zode als Prokuristen für die Bad Laasphe Energie GmbH zu bestimmen. Der Entwurf sieht weiter vor, dass die Stadt Bad Laasphe im Jahr 2016 Mittel in Höhe von 255 000 Euro und die Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH 245 000 Euro als Eigenkapital zuschießen.

Städtische Gebäude ans Netz

Der Geschäftszweck der Firma ist mit der Erzeugung, Verteilung und dem Vertrieb von Energie, Wärme und Kälte definiert. Außerdem soll ein Versorgungsnetz samt Heizkraftwerk errichtet werden. In diesem Zusammenhang soll der Rat auch den Auftrag erteilen, alle städtischen Gebäude an das Fernwärmenetz anzuschließen, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar ist bzw. sich die Energiekosten mindestens kostenneutral verhalten.