Kultur vereint Wittgensteiner und Siegerländer

Organisatoren und Sponsoren gestern Nachmittag auf dem Festgelände. Die Zeltstadt steht, Dienstag Abend beginnt das Jubiläumsprogramm.
Organisatoren und Sponsoren gestern Nachmittag auf dem Festgelände. Die Zeltstadt steht, Dienstag Abend beginnt das Jubiläumsprogramm.
Foto: WP

Wittgenstein..  Der Altkreis profitiert. Nicht nur wegen eines überwältigenden Kulturangebots nur wenige Hundert Meter von der Grenze zwischen Siegerland und Wittgenstein. Auch die heimische Hotelerie kann sich über das Festival freuen. Denn rund 600 Übernachtungen sind in diesem Jahr für Stars, Sternchen und Begleitpersonen in der Region gebucht. Viele davon auch auf Wittgensteiner Seite.

Nähe zum Altkreis gesucht

„Bei UB40 stehen drei Leute auf der Bühne, aber 20 müssen untergebracht werden“, nannte Festivalleiter Wolfgang Suttner gestern nach der Eröffnungs-Pressekonferenz im Gespräch mit unserer Zeitung weniger bekannte Aspekte einer Großveranstaltung, die vor 25 Jahren bewusst auf das Hochplateau bei Lützel geplant wurde: „Unser Auftrag war, kulturell etwas für den ganzen Kreis zu tun. Wir mussten und wollten an die Grenze zu Wittgenstein. So vereint Kultur Siegerländer und Wittgensteiner Kulturfreunde.“

Die räumliche Nähe der Zeltstadt, die ab heute Abend zum 25. Mal internationalen Künstlern die passenden Bühnen bietet, macht sich andererseits auch in den Zuschauererhebungen bemerkbar: „Im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen sind überproportional viele Wittgensteiner dabei.“

Umgekehrt engagieren sich jedes Jahr auch viele Sponsoren und Helfer aus dem Altkreis auf dem Giller - nicht nur die Sparkasse, die zusammen mit den Siegerländer Instituten als Sponsor auftritt. Auch Privatunternehmen wie BergeBau leisten ihren erheblichen Anteil, um das Gelände mitten im Wald für ein Festival herzurichten, das in diesem Jahr das erste Mal alle Sicherheitsanforderungen einer Großveranstaltung erfüllen muss. Für solche Unterstützung sind die Organisatoren nach wie vor dankbar.

Die Lage, die Bob Geldorf einmal als „A place to be in the middle of nowhere“ beschrieben hat. also ein liebenswertes Fleckchen mitten im Nirgendwo, hat übrigens mittlerweile bei vielen Künstlern Kultstatus. Sie genießen nicht nur KulturPur, sondern auch Natur pur, die ihnen die Bergregion auf dem Festgelände und in der nahen Umgebung in Wittgenstein bietet.

Die Wittgensteiner Konzertgäste haben übrigens in diesem Jahr einen besonderen Vorteil: Sie müssen sich nicht in die Schlangen der Baustelle auf der B 62 vor Lützel einreihen. Wegen erwarteter Staus wird ortskundigen Siegerländern die Anfahrt zum Festivalgelände über die Eisenstraße empfohlen.

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