Künftig mehr Sicherheit für den Luftraum

Der Standortälteste und Kommandeur des Einsatzführungsbereiches 2, Oberstleutnant Lars Hoffmann begrüßte die Besucher der Industrie sowie der Bundeswehr zur feierlichen Übergabe neuer Funkgeräte an die Luftwaffe.
Der Standortälteste und Kommandeur des Einsatzführungsbereiches 2, Oberstleutnant Lars Hoffmann begrüßte die Besucher der Industrie sowie der Bundeswehr zur feierlichen Übergabe neuer Funkgeräte an die Luftwaffe.
Foto: WP

Erndtebrück..  Die Firmen „Airbus Defence and Space“ sowie „Frequentis Nachrichtentechnik“ haben in der Hachenberg-Kaserne ein neues System zur Verbesserung der Sicherheit im Luftraum an die Luftwaffe übergeben.

Bei der feierlichen Zeremonie, die durch den Standortältesten Oberstleutnant Lars Hoffmann eröffnet wurde, waren zahlreiche prominente Gäste auf dem Hachenberg anwesend. Als Vertreter der Industrie haben Joachim Friedrich, Firma Airbus Defence and Space sowie Werner Güntzel, Geschäftsführer Frequentis Nachrichtentechnik Deutschland, die Bedeutung dieses Projektes herausgestellt.

An zehn Standorten

Im Rahmen der Realisierung des Projektes „Funknetzwerk Link 16“ wurden in ganz Deutschland hochwertige Funkgeräte an zehn Standorten installiert. Die bisher über den gesamten deutschen Luftraum existierende lückenlose Abdeckung mit Flugfunk wird nun durch eine lückenlose sogenannte Datenfunkabdeckung ergänzt. Neu ist, dass die Fliegenden Waffensysteme der Luftwaffe, wie z.B. der Eurofighter – nun zusätzlich neben dem Sprechfunk – ständig Daten mit den entsprechenden Bodenstationen austauschen können. Eine dieser Bodenstationen befindet sich beim Einsatzführungsbereich 2 in Erndtebrück.

Der Datenaustausch beinhaltet unter anderem, dass aus der Luftraumüberwachungszentrale auf dem Hachenberg ein Luftlagebild an den Eurofighter und andere hierfür geeignete Systeme gesendet werden kann und diese im Gegenzug zum Beispiel Daten direkt aus dem Cockpit der Flugzeuge über deren Einsatzstatus erhält. Dies trägt damit maßgeblich zur besseren Vernetzung der fliegenden Waffensysteme mit den Luftraumüberwachungszentralen, aber auch mit Schiffen der Marine bei.

Lange vorbereitet

Der Vertreter der Luftwaffe, Oberst im Generalstab Stefan Lüth, Kommandeur der Logistikverbände der Luftwaffe, griff in seiner Ansprache den Tenor der gesamten Veranstaltung auf: „Mit der heutigen offiziellen Übernahme des Funknetzes Link 16 in die Nutzung findet eine lange Zeit der Vorbereitung, Entwicklung, Einrüstung, Überprüfung und Optimierung des Systems ihren erfolgreichen Abschluss.“

Damit sei die Bundeswehr Vorreiter in der technischen Umsetzung der vernetzten Operationsführung in der Nato. Insgesamt werde mit der Übergabe ein Meilenstein erreicht, der die erfolgreiche Zusammenarbeit der deutschen Industrie mit der Bundeswehr zur Steigerung der Sicherheit im Luftraum symbolisiere.