Konservativ gewirtschaftet
01.02.2012 | 16:12 Uhr 2012-02-01T16:12:00+0100
Dotzlar.Die Volksbank Wittgenstein hat auch im 144. Jahr ihres Bestehens konservativ, vorsichtig, solide und nachhaltig gewirtschaftet. Das war die Kernaussage auf der Mitgliederversammlung am Dienstagabend in der Kulturhalle Dotzlar. „Weitgehend zufrieden“ mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte sich Vorstandssprecher Horst Belz vor rund 800 Genossen, die sich wie im Vorjahr über eine Dividende in Höhe von 5,5 Prozent freuen konnten.
Ausgeschüttet werden 75 000 Euro. Die Bilanzsumme konnte noch einmal um 5 Prozent auf aktuell 167 Millionen Euro gesteigert werden. Zudem sind die Kredite an Firmenkunden überproportional angewachsen. Die Erfolgsgeschichte ist damit noch nicht zu Ende: Gemeinsam mit Rothaar Immobilien konnten 31 Objekte vermittelt werden, und zudem sind durch die Spezialisten der Volksbank 18 Beratungen von potenziellen Existenzgründern durchgeführt worden.
Laut Vorstandssprecher Horst Belz konnten acht davon in die Selbstständigkeit begleitet werden. So sind in der Region Wittgenstein 80 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert worden. Alle diese Zahlen waren aber nur erreichbar, weil die Mitarbeiter der Volksbank in schwierigen Zeiten Überdurchschnittlichen geleistet haben. Das gab ordentlich Beifall.
Sicherer Hort für Anlagen
Vor dem Vortrag von Peter Hahne ging Horst Belz auch auf die allgemeine Situation in der Welt, Deutschland und in Wittgenstein ein. Die Vereinten Nationen haben 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaftsbanken erklärt. Nicht von ungefähr. Diese Zusammenschlüsse bilden auch weiterhin einen sicheren Hort für Geldanlagen.
So hat beispielsweise die Volksbank Wittgenstein keine Anleihen der „PIIGS“-Staaten, also Portugal, Italien, Irland, Griechenland oder Spanien im Depot.
„Als Volksbank sind wir nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung“, so Horst Belz an die Versammlung gerichtet. Er ging auch auf die aktuelle Situation in Wittgenstein ein und hier vor allem auf das bürgerliche Engagement, das nicht nur in Richstein, Arfeld, Aue-Wingeshausen oder in der Elsoffer Lukasgemeinde zu spüren ist.
Auch die Leitbildprozesse in Bad Laasphe und Bad Berleburg würdigte er. „Der eingeschlagene Weg ist der richtige.“ Ohne das Wort „Museum“ in den Mund zu nehmen, formulierte er auch mutige Worte der Kritik, und die ging in Richtung der Leserbriefschreiber, die „Beschlossenes“ (zur Schuldenreduzierung) „anzweifeln“.
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