Konfirmanden suchen nach dem heiligen Gral

Wie groß die Bandbreite bei einem Konfi-Camp des Wittgensteiner Kirchenkreises ist, zeigt dieses Foto. Für die Konfirmanden aus der Berleburger Kirchenkreis-Region gab es nämlich nicht nur Andachten und einen Gottesdienst, sondern auch Seilspringen.
Wie groß die Bandbreite bei einem Konfi-Camp des Wittgensteiner Kirchenkreises ist, zeigt dieses Foto. Für die Konfirmanden aus der Berleburger Kirchenkreis-Region gab es nämlich nicht nur Andachten und einen Gottesdienst, sondern auch Seilspringen.
Foto: WP

Wittgenstein..  Endlich waren alle fünf Kirchengemeinden der Region I im Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein bei einem Konfi-Camp vereint: Erstmals nahm auch die Evangelische Kirchengemeinde Bad Berleburg mit seinen Konfirmanden teil, außerdem die Kirchengemeinden Arfeld, Girkhausen, Lukas im Eder- und Elsofftal sowie Wunderthausen/Diedenshausen.

Ideale Umgebung

Die Jugendherberge in Windeck-Rosbach war zum zweiten Mal der Anlaufpunkt für die Region, so kannten sich die meisten Mitarbeiter schon sehr gut aus. Ideale Bedingungen rund ums Haus mit Fußball- und Basketballplatz, einer großen Wiese und dem Wald direkt vor der Haustür gepaart mit durchgängig gutem Wetter und nur einem bisschen Regen am Samstagnachmittag machten es den Mitarbeitern leicht, ein gutes Programm auf die Beine zu stellen.

Am Donnerstagabend ging es mit einem Hausspiel los, am Freitag wurden erlebnispädagogische Elemente eingeführt, um die Gruppe zu fördern und zu fordern. Nachmittags standen ein Geländespiel und als erster Höhepunkt Sauerei-Spiele auf dem Programm. Die hatten ihren Namen verdient, blieb doch wirklich niemand sauber: Das Gegenüber wurde blind gefüttert, mit Farbwasser gefüllte Luftballons platzten und eine echte Sahneschlacht fand statt. Abends standen Workshops auf dem Programm. Hier wurden unter andrem 5000 Domino-Steine aufgebaut, ein Karate-Grundkurs von Pfarrer Horst Spielmann angeboten, Zumba getanzt oder Werwolf gespielt.

Am Samstagvormittag teilten sich die Konfirmanden in fünf Bibelarbeit-Gruppen auf. Das Thema „Gleichnisse“ in der Bibel wurde anschaulich und jugendgerecht aufgebaut. Die Inputs wurden von allen als sehr interessant eingestuft. Nachmittags galt es dann herauszufinden, warum auf einmal eine mutmaßliche Leiche an der Jugendherberge gefunden wurde. Dem Buch „Sakrileg“ nachempfunden mussten die Jugendlichen dem Heiligen Gral nachjagen, sich dabei durch diverse Rätsel kämpfen und aufpassen, dass gegnerische Mönche nicht die Gruppe sprengten.

Herausforderungen

Abends forderten die Teilnehmer die Mitarbeiter gleich mehrfach heraus. Wurde zuerst im Hausinnern mit diversen Spielen wie Seilspringen, Überraschungs-Ei-Staffeln oder Mumien-Einrollen noch der sportliche Charakter hervorgehoben, ging es nachts in den Wald. Alle Teilnehmer waren freiwillig mit unterwegs und mussten versuchen, Cola-Flaschen an den Mitarbeitern vorbei zu bugsieren, wobei die Mitarbeiter versteckt im Wald lagen. Bei vier Überfällen war am Ende nicht ganz klar, welche Seite gewonnen hatte – aber das war eigentlich egal, denn der Spaß mittendrin stand deutlich im Vordergrund.

Mit einem Gottesdienst am Sonntag wurde die Jahreslosung 2015 „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob“ von Pfarrer Dr. Ralf Kötter und seinem Team gut in Szene gesetzt. Jedem Jugendlichen wurde klar, dass man auch schon mal über den eigenen Schatten springen muss, um diesen Satz aus der Bibel in die Tat umzusetzen.

Interesse geweckt

Sonntagnachmittag ging es dann müde und ein wenig traurig für die insgesamt 76 Personen wieder zurück in den Alltag. Viele wären gern länger geblieben, so haben sich mehr als die Hälfte der Konfis dafür interessiert, in ihrer Gemeinde oder in der Region des Kirchenkreises mitzuarbeiten.

Ein besonderes Lob zollte Thomas Lindner als Leiter des Kompetenzzentrums für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit im Kirchenkreis den Ehrenamtlichen aller fünf Gemeinden: „Es war immer ein Team, zu keinem Zeitpunkt war erkennbar, dass die Mitarbeitenden aus verschiedenen Gemeinden kamen. Alles war super vorbereitet und kam gut an. Ein rundum gelungenes Konfi-Camp.“