Kita-Verkauf: Kirche schaltet Makler ein

Am Standort Oberstadt und damit sehr zentral gelegen: das Olevianhaus gleich neben der Bad Berleburger Stadtkirche. Es eignet sich zu Umbau für weitere Wohnungen, aber auch für eine gewerbliche Nutzung.
Am Standort Oberstadt und damit sehr zentral gelegen: das Olevianhaus gleich neben der Bad Berleburger Stadtkirche. Es eignet sich zu Umbau für weitere Wohnungen, aber auch für eine gewerbliche Nutzung.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Im Angebot sind aktuell der frühere „Senfkorn“-Kindergarten an der Hochstraße, das Olevianhaus an der Schloßstraße sowie Baugrundstücke in Schüllar-Wemlighausen. Die Verkaufserlöse will die Kirchengemeinde reinvestieren.

Bad Berleburg..  Die evangelische Kirchengemeinde Bad Berleburg sucht weiter Interessenten vor allem für zwei zentral gelegene Immobilien: das Olevianhaus direkt an der Stadtkirche und den früheren Kindergarten „Senfkorn“ an der Hochstraße, der Ende 2014 an den Sengelsberg umgezogen ist. Inzwischen kümmert sich ein Bad Berleburger Makler darum, die beiden Objekte an den Käufer zu bringen. Und das Geld aus den Verkaufserlösen könnte die Kirche derzeit wirklich gut gebrauchen.

Ernsthafte Interessenten gesucht

Die Summe aus dem Olevianhaus zum Beispiel würde die Kirchengemeinde gerne in die neue Stützmauer am benachbarten Kirchplatz stecken, so Pfarrerin Claudia Latzel-Binder, deren Bau mit rund 100 000 Euro am Ende deutlich teurer geworden sei als mit anfangs 30 000 Euro geplant. Außerdem werde die ständige Unterhaltung anderer Gebäude und Räume der Kirche ja auch nicht billiger – Stadtkirche inklusive. So habe man erst in letzter Zeit die beiden Pfarrhäuser so umgebaut, dass Bücherei, Gruppenraum und Nebenräume wie im Olevianhaus hier Platz finden konnten – für Gemeinde-Angebote wie das „Café International“, die Frauenhilfe oder den Bibeltreff. „Einige größere Gruppen sind damals auch ins Christushaus gewechselt“, erinnert sich Latzel-Binder.

Interessenten für das Gebäude aus dem vorletzten Jahrhundert im seinerzeit typischen Fachwerkstil gebe es immer wieder einmal, berichtet Latzel-Binder – aber leider keine ernsthaften. Dabei liege das Olevianhaus direkt an der Schloßstraße doch sehr zentral in der Oberstadt. Ebenso wie der frühere Kindergarten ein paar hundert Meter weiter an der Hochstraße.

Grundstücke kaufen statt pachten

Erlöse aus dem Kita-Verkauf möchte die Kirchengemeinde gerne in den Kauf von Grundstücken in direkter Nachbarschaft der neuen „Senfkorn“-Kita am Sengelsberg investieren. Diese Grundstücke gehörten zwar schon jetzt zum Kindergarten-Gelände dazu, erklärt Latzel-Binder, seien aber bislang ebenso nur gepachtet, wie man das Kita-Gebäude von einem privaten Investor gemietet habe – vorerst für die nächsten 20 Jahre. Und danach müsse man sehen: Wie sehen die Kinder-Zahlen in der Stadt aus? Und wo steht die Kirchengemeinde, etwa mit ihren Finanzen?

Über den Makler hofft die Kirchengemeinde nun besser an Käufer heranzukommen. Das seien bislang vor allem private Interessenten gewesen, welche die Gebäude insbesondere fürs Wohnen umnutzen wollten, hat Latzel-Binder festgestellt. Dabei seien die Räume auch sehr gut für gewerbliche Nutzungen geeignet, findet sie.

Zu verkaufen hat die Kirchengemeinde darüber hinaus zwei Bauplätze in Schüllar-Wemlighausen – nahe der Odebornskirche.