Keine unerwünschten Geräusche im Haus

Im neuen Musiktheater in Linz ist BSW mit seinen Produkten vertreten.
Im neuen Musiktheater in Linz ist BSW mit seinen Produkten vertreten.
Foto: WP

Bad Berleburg/Linz..  Nach vierjähriger Planungsphase entstand im österreichischen Linz ein neues Musiktheater, das mit Bühnengröße, Platzkapazität und bester Akustik besticht. Damit die ausgezeichnete Akustik im über 1 000 Besucher fassenden Bühnenraum nicht beeinträchtigt wird, mussten Lärmquellen, ausgehend von der Bahnlinie und dem Werkstattbereich des Theaters, reduziert werden. Dazu trug das Berleburger Schaumstoffwerk (BSW) mit Lösungen in den Bereichen Schwingungsisolierung und Trittschalldämmung maßgeblich bei. Insgesamt fanden drei Produkte aus Bad Berleburg beim Bauvorhaben Anwendung.

In dem vom Londoner Architekten Terry Pawson geplanten Neubau des Musiktheaters an der Blumau setzt die Stadt Linz die Tradition fort, dem Publikum alle heute verfügbaren Werke des Opernrepertoires zeigen zu können. Aufgrund der Bühnengröße, der Platzkapazität und bester Akustik ist das Haus auch für internationale Stars und Gastproduktionen attraktiv.

U-Bahn donnert (lautlos) vorbei

Bis zu 1200 Plätze stehen dem Publikum im Großen Saal des Theaters zur Verfügung, eine kleinere Bühne für ca. 200 Besucher, Proberäume und Büroräume sind in dem fünf oberirdische und zwei unterirdische Stockwerke zählenden 26 Meter hohen Neubau untergebracht.

Bei der Planung und Realisierung des Musiktheaters waren insbesondere die Gegebenheiten am Standort zu berücksichtigen. Der Streckenverlauf der im Jahre 2005 gebauten Mini-U-Bahnlinie führt unterirdisch direkt am Neubau entlang. Die durch den Tag- und Nachtbetrieb der bis zu 40 Tonnen schweren Schienenfahrzeuge auf das Gebäude einwirkenden Erschütterungen galt es durch geeignete Maßnahmen zu minimieren.

In Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro wurde von BSW ein Konzept entwickelt, das vorsah, die für den großzügig gestalteten Vorplatz des Musiktheaters erforderliche Übertunnelung der Bahnlinie und die Außenwände des Gebäudes mit einer Schwingungsisolierung zu versehen. Auf Grundlage der erarbeiteten technischen Lösung kam Regupol PL zum Einsatz. Durch die vertikale Entkopplung mit Hilfe des plattenförmigen, weichen Elastomers wird sichergestellt, dass eine Beeinträchtigung des Konzertbetriebes durch Erschütterungen aus dem Fahrbetrieb der U-Bahnlinie ausgeschlossen ist. Die Gummifasern hergestellten, 50 Millimeter dicken Dämmmatten wurden auf die vorbereiteten Betonflächen geklebt. Die Verlegung von Noppenbahnen auf die Regupol-Platten bzw. zusätzlichen Wärmedämmplatten an der Gebäudeaußenwand schützt Bauteile vor Feuchtigkeit.

Tritte der Handwerker nicht hörbar

Doch nicht nur von außen einwirkende Schallquellen waren bei der Planung und Realisierung des Musiktheaters zu berücksichtigen. Wie in Opernhäusern dieser Kategorie üblich, verfügt auch der Neubau am Volksgarten über Werkstätten, die zum Teil sehr aufwendige Dekorationen und Kostüme anfertigen.

Auf Basis der von den BSW-Beratern und ihrem österreichischen Handelspartner Franner erfassten schalltechnischen Anforderungen für den an den Konzertsaal angrenzenden Werkstattbereich, wurden die monolithisch hergestellten Estrichplatten der Tischlerei, Schlosserei, Tapezierwerkstatt, Requisite und des Malersaals zur Reduzierung der Trittschallübertragung auf Regupol Estrichdämmbahnen eingebracht. Für den Einsatz dieser Elastomerbahnen mit bauaufsichtlicher Zulassung sprechen ihre minimale Zusammendrückbarkeit, das hohe Rückstellvermögen, ihre hohe Tragfähigkeit und das hohe Tritt­schallverbesserungsmaß von 26 dB.

Keine Geräusche vom Gabelstapler

Aufgrund der hohen statischen und dynamischen Lasten, die in Werkstattbereichen wie im Musiktheater auftreten, müssen unter Estrichflächen Trittschalldämmungen eingesetzt werden, die die erforderliche Stabilität und damit verbundenen Trittschalleigenschaften dauerhaft gewährleisten.

Außerdem wurden die im Musiktheater vorhandenen Verkehrswege für Gabelstapler mit Regupol XHT schalltechnisch isoliert. Allesamt „Made in Berleburg“.