Keine optimalen Jagdbedingungen

Bad Berleburg..  Einmal mehr versucht die Politik, die Jäger zu gängeln – in diesem Fall durch ein neues Landesjagdgesetz. Und der Ärger der Jäger war bei der Demonstration mit etwa 15 000 Teilnehmern in Düsseldorf zu spüren, darunter zahlreiche Mitglieder der Hegering-Jägerschaft Bad Berleburg. Auf der Jahreshauptversammlung im Hof Klingelbach war deren Wut über verständnislose Politiker immer noch deutlich zu vernehmen.

Personalmangel bei der Bläsergruppe

Auch neben der Fuchsjagd vom 10. bis 16. Februar wurde letztes Jahr scharf geschossen, das Preisschießen am 7. September sowie das Strecke-Liegen mit den Hegeringen Erndtebrück und Bad Laasphe waren einmal mehr fester Bestandteil bei den Wittgensteiner Jägern. Ein besonderes Training erfolgte Mitte Oktober in Wetzlar, wo im Schießkino scharf geschossen wurde. Bei der feierlichen Abschluss-Zeremonie der Jungjäger-Ausbildung konnte der Hegering zehn neue Jäger in seine Reihen aufnehmen.

Die Bläsergruppe des Hegerings, die jagdlich nicht mehr in Erscheinung tritt, probte im vergangenen Jahr bei 36 Übungsabenden und trat bei zahlreichen Geburtstagen auf, wobei mit acht Personen ein deutlicher Personalmangel festzustellen ist. Deshalb: Neue Bläser sind immer gern gesehen.

Im Rückblick auf das vergangene Jagdjahr ist ein neuer Rückgang der Jagdtrophäen zu verzeichnen: Es gab mit 176 Strecken noch nie so wenige Trophäen wie 2014. Im Vergleich dazu das Jagdjahr 2003, wo noch 307 Strecken erlegt wurden. Auch die Qualität der einzelnen Trophäen hat abgenommen, was auf vielfältige Faktoren zurückzuführen ist. Dies hat natürlich mit der Veränderung des Lebensraumes der Tiere zu tun, vor allem der sich immer weiter verbreitende Fichtenanbau lockt nicht viele Tiere in das Wittgensteiner Revier an.

Aufartung gestaltet sich schwierig

Durch Witterungsschwankungen ist es vor allem im Winter für Reh, Wildschwein und Co. schwer, Nahrung zu finden – die Früchte von Laubbäumen sind ja kaum noch vorhanden. Das Füttern durch den Menschen erweist sich als schwierig, da in vielen Regionen nur noch Heu verfüttert werden darf. Diese Faktoren bedeuten, dass es in Zukunft keine optimalen Trophäen mehr geben wird, eine Aufartung erweist sich als schwierig.

Trotzdem durfte der 1. Vorsitzende des Hegerings, Albrecht Beitzel, die besten Trophäen der erlegten Rehböcke und Muffel auszeichnen. Die goldene Medaille erhielt Wolfgang Wilmesmeier aus dem Revier Schüllar, seine Trophäe hat ein Gewicht von 304 Gramm. Insgesamt 25 Muffelwidder wurden 2014 erlegt – gemessen an der Schlauchlänge geht die goldene Medaille an Werner Verfürth aus dem Jagdrevier Girkhausen I.