Keine Familienkarte für Mutter, Mutter, Kind

Hochbetrieb im Bad Laaspher Wabachbad. Wer hier allerdings „auf Familienkarte“ dabei sein möchte, sollte schon als „Vater, Mutter, Kind“ kommen.
Hochbetrieb im Bad Laaspher Wabachbad. Wer hier allerdings „auf Familienkarte“ dabei sein möchte, sollte schon als „Vater, Mutter, Kind“ kommen.
Foto: WR
Was wir bereits wissen
Ist die Familienkarte für die städtischen Freibäder in Bad Laasphe noch zeitgemäß? Diese Frage stellte SPD-Ratsfrau Margot Leukel am Montagabend im Ausschuss für Freizeit, Jugend, Soziales und Sport, als es um den Erfahrungsbericht zur Badesaison 2015 im Wabachbad ging. Es könne jedenfalls nicht angehen, monierte Leukel, dass die angebotenen Tages- und Saison-Karten für Familien generell nur an eine Gruppe mit Vater, Mutter, Kind verkauft würden.

Bad Laasphe..  Ist die Familienkarte für die städtischen Freibäder in Bad Laasphe noch zeitgemäß? Diese Frage stellte SPD-Ratsfrau Margot Leukel am Montagabend im Ausschuss für Freizeit, Jugend, Soziales und Sport, als es um den Erfahrungsbericht zur Badesaison 2015 im Wabachbad ging. Es könne jedenfalls nicht angehen, monierte Leukel, dass die angebotenen Tages- und Saison-Karten für Familien generell nur an eine Gruppe mit Vater, Mutter, Kind verkauft würden.

Überarbeiten oder ganz streichen

Sie habe bei einem Bad-Besuch in der vergangenen Saison mitbekommen, berichtet Leukel, wie sich ein gleichgeschlechtliches Elternpaar darüber geärgert habe, dass es soeben die vollen Eintrittspreise habe zahlen müssen. Aber auch für Großeltern, die mit ihren Enkeln in die Laaspher Freibäder wollen, sei die Familienkarte in der aktuellen Form leider keine Option, meint Leukel.

Volker Kohlberger vom Fachbereich Bürgerdienste im Bad Laaspher Rathaus verwies dazu im Ausschuss auf die geltende Haus- und Badeordnung für die Freibäder und kündigte angesichts der vorgetragenen Kritik eine Überarbeitung an.

Im Gespräch mit unserer Zeitung bat Kohlberger allerdings auch um Verständnis dafür, dass es für die Familienkarte mit vergünstigtem Eintrittspreis gewisse Grenzen geben müsse. So seien als Familie bislang Eltern mit ihren leiblichen Kindern festgelegt. Darunter sollten aus Kohlbergers Sicht dann allerdings auch gleichgeschlechtliche Elternpaare mit ihren Kindern fallen. Für Großeltern mit Enkeln dagegen sei die Familienkarte ausdrücklich nicht gedacht.

Im Ausschuss hatte SPD-Frau Margot Leukel angeregt, Familienkarten grundsätzlich an Gruppen mit ein oder zwei Erwachsenen plus Kinder zu verkaufen – oder die Familienkarte komplett aus dem Angebot zu nehmen.

Wilhelm Menn vom Förderverein des Freibades Feudingen sieht die Familienkarte als Angebot für die klassische Kleingruppe aus Vater, Mutter und Kind. Er begrüßt es aber, wenn sich die Stadtverwaltung nun Gedanken über eine neue Definition des Familienbegriffs mache – „bevor es an der Freibad-Kasse noch zu Diskussionen kommt“. Genau das sei seines Wissens im Feudinger Bad aber bislang noch nicht passiert, so Menn.