Kaum Kunden bei Schneewetter
18.02.2010 | 18:00 Uhr 2010-02-18T18:00:00+0100
Bad Berleburg. Es herrscht Flaute auf dem Bad Berleburger Wochenmarkt. Wenn die Aussteller immer am Mittwochnachmittag ihre Stände aufbauen, sind sie beinahe allein auf dem Marktplatz.
„Es ist eine Katastrophe, so schlimm wie dieses Jahr war es noch nie”, berichtet Heribert Küppers, der mit seinem Blumenstand auf dem Markt vertreten ist. Mitschuld an der Misere trägt in diesem Jahr der strenge Winter, davon ist Küppers überzeugt. „Ältere Leute kommen bei so viel Schnee nicht zum Markt, die laufen dann doch wie auf Eiern”, sagt er und meint damit auch den Platz selbst, der seiner Ansicht nach nicht ausreichend geräumt ist.
Das bekommt auch seine Mitarbeiterin Petra Bender zu spüren. Bei Tauwetter ist der Boden unter ihrem Stand regelrecht mit Wasserpfützen bedeckt. „Ich kehre das Wasser und den Schnee ständig weg, aber es kommt zu schnell nach”, sagt sie.
Ärger der Standbetreiber
Vielleicht ist das auch ein Grund, wieso am ersten Tag mit Sonnenschein seit langem trotzdem nur so wenige Besucher ihren Weg zum Markt gefunden haben. Sehr zum Ärger der Standbetreiber. „Der Fischhändler ist schon wieder weggefahren”, sagt Küppers. Hobbyimker Helmut Peter aus Arfeld, der hier den Honig seiner Bienen verkauft, kann die Situation gelassener angehen. „Ich lebe ja nicht davon”, sagt er.
Kurt Hackenbracht, der einen Spaziergang zum Markt unternommen hat, lässt sich von der gedrückten Stimmung aber nicht anstecken. „Eigentlich komme ich nur ganz selten hierher. Aber heute nehme ich ein paar Blumen mit”, meint der Senior aus Bad Berleburg und geht gelassen weiter. Und auch die anderen Besucher schlendern gemütlich an der Käsetheke, dem Obst- und Gemüsestand sowie dem Wagen der Metzgerei vorbei. Bleibt zu hoffen, dass sich der Winter so langsam ausgetobt hat, dann erwacht auch der Markt bald wieder aus seinem Winterschlaf.
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