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Bürgermeister-Wahl

Kandidaten-Liste wächst weiter

20.01.2015 | 20:15 Uhr
Kandidaten-Liste wächst weiter
Der Amtsinhaber und sein Nachfolger? Erndtebrücks Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel (rechts) gratuliert, alsBeigeordneter Thomas Müsse 2008 für weitere acht Jahre in sein Amt wiedergewählt wird.Foto: Christoph Vetter

Erndtebrück.   Bei der Bürgermeisterwahl am 13. September könnten vier Namen auf dem Stimmzettel stehen, sollten sich CDU und FDP nicht auf einen Kandidaten einigen. Nach SPD-Bewerber Henning Gronau hat nun auch Beigeordneter Thomas Müsse seinen Hut in den Ring geworfen.

Die Liste der Kandidaten, die für die Bürgermeister-Wahl am 13. September in Erndtebrück ihren Hut in den Ring werfen, wird länger: Nachdem die SPD bereits vergangenen Herbst ihren Mann Henning Gronau (31) ins Rennen geschickt hatte, ist nun auch Thomas Müsse „in ernsthaften Überlegungen“ anzutreten. Derzeit ist der 57-Jährige im Erndtebrücker Rathaus Beigeordneter und Kämmerer. Aber auch CDU und FDP signalisieren, womöglich einen gemeinsamen aufzustellen – vielleicht aber auch jeweils einen eigenen. Gespräche sind geplant.

Thomas Müsse betont, als parteiloser Einzelbewerber an den Start zu gehen, wenn sein Entschluss feststehe und sich außerdem die nötige Zahl an Unterstützer-Unterschriften in der Bevölkerung finde.

UWG trägt Thomas Müsse mit

Für Müsse, der seit über 40 Jahren im Erndtebrücker Rathaus arbeitet, ist es übrigens nicht die erste Bürgermeister-Kandidatur. August 2009: Der gebürtige Berleburger tritt in seiner Heimatstadt gegen den aktuellen Amtsinhaber Bernd Fuhrmann sowie SPD-Fraktionschef Bernd Weide an – und muss sich mit nur 21,2 Prozent als Dritter geschlagen geben. Nun, in Erndtebrück, sieht Müsse aber gute Chancen für sich.

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Meinungen in der CDU nicht unbedingt auf Linie

In Sachen Kandidatur liegen die Meinungen in der CDU nicht unbedingt auf Linie. So hält es Fraktions-Vize Carsten Dreisbach durchaus für sinnvoll, intern auch über die Person Müsse zu reden.

Unterdessen sieht sich CDU-Mann Steffen Haschke, 1. stellvertretender Bürgermeister, trotz Gerüchten selbst nicht als Aufrücker-Kandidat – trotz kaufmännischer Berufserfahrung.

Immerhin hat die Erndtebrücker UWG-Fraktion bereits signalisiert, ihn als Kandidaten mitzutragen. Schließlich ergebe sich mit einem Wahlgewinner Müsse die einmalige Chance, so UWG-Fraktionschef Heinrich-Wilhelm Wörster, seine bisherige Stelle als Beigeordneter einzusparen – und auch die damit verbundenen hohen Personalkosten. Wenn Müsse nun ausdrücklich als Einzelbewerber antrete, umso besser, meint Wörster – könne ihm das doch am Ende deutlich mehr Wählerstimmen bringen.

Die erhoffte Ersparnis sieht SPD-Fraktionschef Heiko Becker indes nicht so ohne weiteres. Auf jeden Fall brauche der Bürgermeister einen allgemeinen Stellvertreter – und das koste im Grunde genauso viel wie ein Beigeordneter. Im Übrigen wolle SPD-Kandidat Gronau ebenfalls ohne Beigeordneten auskommen, kündigt Becker an.

Seine Partei, so FDP-Fraktionschef Heinz Georg Grebe, wolle Anfang Februar mit der CDU über eine Kandidatur „aus dem bürgerlichen Lager“ beraten – und da solle am Ende das Parteibuch keine Rolle spielen. Die FDP habe jedenfalls eine kompetente Person, die für das Bürgermeister-Amt in Frage komme, betont Grebe.

CDU will eigenen Bewerber

„Wir haben den Anspruch, selbst einen Kandidaten zu stellen“, erklärt CDU-Fraktionschef Heinz-Josef Linten. Allerdings werde man dazu noch das Gespräch mit den Liberalen suchen, bestätigt er. Die Kandidatur Müsses dagegen sollte man eher nicht unterstützen, ist Lintens Ansicht.

Eberhard Demtröder

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2015-01-20 20:15
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