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Kampf der wilden Müllkippe

08.08.2010 | 15:28 Uhr
Kampf der wilden Müllkippe
So sah es vor der Aufräumaktion der Dorfjugend in einem Hesselbacher Waldstück aus.

Hesselbach. Alte Autoreifen, Farbtöpfe, Matratzen und Batterien: In dem Waldstück „Am Halberg“ am Fuße der alten Müllkippe türmt sich inmitten der Natur der Müll.

Wahllos weggeworfene Teppiche, zerbrochene Wäschekörbe und rostiger Stacheldraht prägen das Bild. Karl-Wilhelm Flender vom Regionalforstamt Siegen-Wittgenstein, zuständig für das Revier Bad Laasphe, schlägt Alarm: „Der Müll hier ist nicht nur für die Spaziergänger unschön. Vielmehr ist er eine Gefahr für die Tiere und Pflanzen. Und darüber hinaus belasten die vielen Gefahrenstoffe das Trinkwasser.“

Schon seit längerer Zeit sind die Umweltsünder, die an mehreren Standorten ihren Müll abladen, Flender ein Dorn im Auge. Auch an der Mandelner Höher und an der B 62 zwischen Leimstruth und Holzhausen gebe es vermehrt Probleme.

Gemeinsam mit der Dorfjugend Hesselbach und dem Ortsvorsteher Jürgen Tang hat Flender jetzt ein Zeichen gesetzt. Mit einem Kipper ist die Mannschaft an den Tatort gekommen, um mit viel Aufwand den Müll aus dem Wald zu schaffen.

„Ich bin den Jungs für ihren Einsatz wirklich sehr dankbar. Ich kann mich auf meine Dorfjugend jederzeit verlassen“, lobte Tang, der den Tätern mit empfindlichen Strafen droht. Dieses Verhalten sei nicht hinnehmbar. Flender kündigte an, in Zukunft „keine Kosten und Mühen zu scheuen“, um den schwarzen Schafen auf die Spur zu kommen. „Wir werden modernste Technik einsetzen. Es ist einfach unverständlich, warum manche Menschen bei dem guten Abfall-Entsorgungssystem, das wir haben, ihren Müll nicht fachgerecht entsorgen.“ Manchmal habe er das Gefühl, die Täter machten sich einen Sport daraus, ihren Schrott unbemerkt auf wilden Kippen abzuladen.

Nach mehreren Stunden harter Arbeit ist der Hang am Halberg wieder sauber. Zumindest für den Moment. Jetzt hoffen die Beteiligten, dass das auch so bleibt. Darum richteten sich Flender und Tang noch einmal ausdrücklich auch an die Bevölkerung: „Die Leute sollen aufmerksam sein. Solche Menschen dürfen nicht ungestraft davonkommen!“

Daniel Duhr

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