K 34: Firmen wollen nun endlich den Ausbau

Schmal, kurvenreich, unübersichtlich, Schlaglöcher, eigentlich dringend auszubauen: die K 34 zwischen Rückershausen und der L 719 Richtung Volkholz. Bislang scheiterten Bauarbeiten stets am Widerstand zweier Anlieger.
Schmal, kurvenreich, unübersichtlich, Schlaglöcher, eigentlich dringend auszubauen: die K 34 zwischen Rückershausen und der L 719 Richtung Volkholz. Bislang scheiterten Bauarbeiten stets am Widerstand zweier Anlieger.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Kreisstraße zwischen Rückershausen und L 719 ist unfallträchtig, ein Ausbau des 1,2 Kilometer langen Teilstücks dringend. Problem seit Jahren: Zwei Anlieger geben nötige Grundstücksflächen nicht her.

Rückershausen..  Die K 34 zwischen Rückershausen und der L 719 Richtung Volkholz, vorbei am Gewerbegebiet „In den Espen“: Zwei Lkw begegnen sich hinter einer Kurve – und beinahe hätte es gekracht. Keine Frage: Die schmale Kreisstraße ist in diesem Abschnitt mehr als gefährlich. Ein Wunder, dass sich noch kein Unfall ereignet hat. Eigentlich müsste die K 34 hier dringend ausgebaut werden. Doch zwei Anlieger, die für einen Ausbau Grundstücksflächen abgeben müssten, spielen bislang nicht mit.

Gefahr vor allem für den Lkw-Verkehr

Erst kürzlich hatten sich Vertreter mehrerer Firmen im Gewerbegebiet „erheblich darüber beschwert, dass ein geregelter Lkw-Verkehr nicht möglich ist“, hob am Mittwoch im Bau-, Denkmal- und Verkehrsausschuss Klaus Pankalla von der Bad Laaspher Bauverwaltung hervor. Für ihre Kritik nutzten sie eine Anlieger-Versammlung zum Ausbau der Straße „Obere Espen“ im Gewerbegebiet. Diese Stichstraße möchte die Stadt noch in diesem Jahr ausbauen. Doch was nütze das, argumentieren die Firmen-Vertreter, wenn auf der K 34 alles beim Alten bleibe?

Politiker kündigen Gespräche an

Die Gelder für den Ausbau stünden schon seit Jahren und damit schon viel zu lange im Haushalt des Kreises Siegen-Wittgenstein bereit, kritisierte die Bad Laaspher SPD-Ratsfrau Waltraud Schäfer jetzt im Bau-Ausschuss — nun müsse sich endlich einmal etwas tun, forderte sie.

FDP-Fraktionschef Klaus Preis aus Rückershausen und Hermann Kuhli aus Feudingen wollen nun erneut versuchen, die beiden Anlieger davon zu überzeugen, den nötigen Ausbau nicht weiter zu blockieren. Preis hofft, dass ein interner Tausch von Grundstücksflächen zu einer einvernehmlichen Lösung beitragen kann. Denn: Die beiden Anlieger fürchten offenbar, dass ihnen mit dem Ausbau wertvolle landwirtschaftliche Flächen verloren gehen.

Im Kreishaus werde man das Thema K 34 jetzt kurzfristig aufarbeiten, kündigte Kreis-Pressesprecher Torsten Manges auf Anfrage unserer Zeitung an. Unterdessen könnte der Landesbetrieb Straßen NRW im Auftrag des Kreises umgehend mit den Bauarbeiten anfangen, denn: „Die Planungen sind eigentlich abgeschlossen“, sagt Eberhard Zimmerschied, bei der Regionalniederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs Leiter der Abteilung Betrieb und Verkehr. Damit könne man nahtlos an die Ortsdurchfahrt Rückershausen und das Teilstück von der Ortstafel bis zum Gewerbegebiet anschließen. Beides ist schon seit 1988 ausgebaut, letzteres sechs Meter breit, mit Rad- und Gehweg.