Jan Heuermann siegt im Fünfkampf und ist König

Nach dem 127. Schuss stand Jan Heuermann als Jungschützenkönig 2015 fest, an seiner Seite regiert Melanie Jansohn. Rechts im Bild das  Regentenpaar 2014 Janik „Haschi“ Müsse und Marisa Martini
Nach dem 127. Schuss stand Jan Heuermann als Jungschützenkönig 2015 fest, an seiner Seite regiert Melanie Jansohn. Rechts im Bild das Regentenpaar 2014 Janik „Haschi“ Müsse und Marisa Martini
Foto: WP

Bad Berleburg..  Am Ende lief es auf einen Fünfkampf hinaus, wer denn den hölzernen Vogel von der Stange schießt. Ob Glück, das ruhigere Händchen oder einfach nur der Siegeswille für Jan Heuermann gezählt hat, kann man letztendlich nicht mehr sagen. Fest steht aber: Der 127. Schuss, abgegeben von Jan Heuermann bedeutete das Todesurteil für den Vogel und zugleich die Ablösung des Regentenpaares des vergangenen Jahres, Janik „Haschi“ Müsse und Marisa Martini. Übergeben wird dieser Titel nun an Jan Heuermann, an seiner Seite regiert als Jungschützenkönigin Melanie Jansohn.

Laura Haßler beste Schützin

Neben den üblichen „Schießwettbewerben“gab es noch das altbekannte Preisschießen, bei welchem Vorjahressieger Janik Müsse den 1. Preis, den sogenannten „Haschi-Preis“ sponserte. Eine „Teilnahmequalifikation“ für diesen ersten Preis erfolgte bereits zwei Wochen vorher auf dem Jungschützenfest in Berghausen.

Nachdem im vergangenen Jahr das Kindervogelschießen für alle Begeisterten Jungschützen von 8 bis 15 Jahre rege Teilnahme fand, wurde auch dieser Preis auf dem Schützenplatz vor dem eigentlichen Vogelschießen der Jungschützen zwischen 16 und 21 ausgeschossen. Laura Haßler war in diesem Jahr mit dem Scatt-Simulationsgewehr erfolgreich.

Hüpfburg und Bierfassrallye

Für alle kleineren Gäste, welche die spannenden Duelle an den Schießständen nicht verfolgen wollten, stellte die Jugendkompanie des Berleburger Schützenvereins wieder eine Hüpfburg und zahlreiche andere Kinderbelustigungen zur Verfügung. Dafür sind die Jungschützen ja bekannt: Für jeden, egal ob jung oder alt, ist etwas beim Berleburger Jungschützenfest dabei. Dies zeigte sich auch bei der an die Königskrönung traditionellen Bierfass-Rallye, die wieder unter den Zuschauern für kräftige Lacher sorgte. Kritisch beäugt wurde allerdings ab und zu der Himmel, doch die guten Gedanken wenden schlimmeres ab, man will ja noch bis tief in die Nacht trocken feiern.

Fußball wird zur Nebensache

Sogar eine Übertragung des DFB-Pokalfinalspiels zwischen Borussia Dortmund und dem VFL Wolfsburg ermöglichte die Jugendkompanie. Bekanntlich ist ja ein Großteil der Wittgensteiner fußballbegeisterten Menschen Anhänger von Borussia Dortmund, die Köpfe hingen aber zur Halbzeit nach dem bedrückenden Spielstand von 3:1 für die Wölfe. Auch für die Dortmund-Fans wurde das Spiel ab der Halbzeit zur Nebensache, der Ball rollt ja auch in der Zukunft weiter, denn nun stand das Highlight des Tages an.

Nachdem die Jugendkompanie im letzten Jahr schon mit ihm den Schützenplatz in eine Partymeile verwandelte, beschloss man, den hr3-DJ und Moderator Tim Frühling erneut auf den Schützenplatz zu bestellen. Er selbst freute sich sehr, wieder in der Odebornstadt weilen zu dürfen, da ihm so etwas wie ein Schützenfest zuvor noch nicht untergekommen ist, allerdings war er im vergangenen Jahr so fasziniert von dieser Veranstaltung, dass er jetzt in einem guten Kontakt mit dem Vorstand der Berleburger Jungschützen steht und ihnen bereits am Eurovision-Song-Contest-Wochenende eine Videobotschaft hat zukommen lassen. Mit ihm wurde das Jungschützenfest auch dieses Mal ein voller Erfolg, Frühling brachte mit seinem Mischpult die Menge zum toben. Technische Unterstützung erhielt er dabei von Wittlight, welche das Equipment zur Verfügung stellten und ihm sehr gut unter die Arme griffen.

Perfekte Discostimmung

Die Berleburger ließen sich nicht sonderlich von den immer weiter sinkenden Temperaturen beeindrucken, mit einer breiten Palette aus unterschiedlichen Musikrichtungen, von House über Rock und Pop sorgte er mit Nebelmaschine und Lichteffekten für die perfekte Disco-Stimmung.

Wer denkt, dem Abend könnte kein Sahnehäubchen aufgesetzt werden, der irrt leider: Die Musik setzte aus, Tim Frühling übergab das Mikrofon am noch jungen Abend einem altbekannten Schützenbruder. Der Schützenplatz ist kein unbedeutender Teil in seinem Leben, hier lernte er auch seine Freundin kennen.

Frisch verlobt

Was jetzt folgt, erstaunte wohl nicht nur Tim Frühling selbst, sondern auch den gesamten Schützenplatz: Vor versammelte Mannschaft machte er seine Partnerin einen Heiratsantrag – der wenige Augenblicke später auftretende Jubel auf dem Schützenplatz lies die Antwort schon von Weitem erahnen. Dem frisch verlobten Pärchen spendierte Tim Frühling ausgewählte Songs zur Stimmung. Auf ein Wiedersehen mit ihm beim Jungschützenfest 2016 hofft natürlich nicht nur die Jugendkompanie, sondern auch viele Wittgensteiner, welche den Frankfurter schon ins Herz geschlossen haben