Jägerschaft: „Der Schießstand ist und bleibt geöffnet“

In den Schießstand Röspe soll investiert werden.
In den Schießstand Röspe soll investiert werden.
Foto: WP

Wittgenstein..  Während die Kreisjägerschaft Siegerland-Wittgenstein (KJS) in Kürze die letzten Genehmigungen zum Ausbau und für die Modernisierung ihres Schießstandes in der Nähe von Röspe (Erndtebrück) erwartet, macht weiterhin das Gerücht die Runde, die Anlage sei geschlossen. „Da ist nichts dran“, stellt deshalb der Vorsitzende der Jägervereinigung im Kreisgebiet, Heinz Hartmut Müller, in einer Pressemitteilung fest: „Der Schießstand ist und bleibt geöffnet“.

Gerüchten widersprochen

Die Gerüchte um die Anlage waren aufgekommen, als es zwischen dem Besitzer des Waldgebietes bei Röspe, Richard Fürst zu Sayn-Wittgenstein, und dem Landesjagdverband zu Verstimmungen gekommen war. „Das ist ausgeräumt“, erklärt KJS-Chef Müller, und: „Es hat mit unserem Schießstand und der Kreisjägerschaft auch überhaupt nichts zu tun.“ Die Anlage im Wald der Rentkammer wird von der KJS betrieben, ein langjähriger Pachtvertrag sichert die Nutzung. Die Rentkammer selbst ist regelmäßiger Gast auf dem Schießstand.

Die Kreisjägerschaft hat im vergangenen Jahr den Bereich für das Schrotschießen zu einem Kompakt-Parcours ausgebaut. Von vier Wurfmaschinen werden Flugscheiben in unterschiedlichen Winkeln und Entfernungen hochgeschleudert. Der Parcours soll weiter ausgerüstet werden und bietet dann ein in weitem Umkreis einmaliges jagdsportliches Angebot für Flintenschützen.

Nebenan auf den vier Bahnen für den Kugelschuss wird demnächst modernisiert. Erste Vorbereitungsarbeiten sind bereits im Winter erfolgt, um nicht in Konflikt mit den Brut- und Aufzuchtzeiten von Tieren zu geraten.

80 Prozent aus der Jagdabgabe

Die Investitionen in sechsstelliger Höhe werden zu 80 Prozent aus der Jagdabgabe finanziert, die von allen Jägern in Nordrhein-Westfalen mit der jährlichen Jagdscheingebühr entrichtet wird. Der Landesjagdbeirat hatte die Zusage bereits im Dezember beschlossen. Derzeit liegt das Förderpaket zur Genehmigung beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV), das aber bereits mündlich die Zusage für den Maßnahmenplan der Kreisjägerschaft angekündigt hat.

Im Rahmen der Renovierung wird der Schießstand auch für Geschosse mit geringerem Bleianteil aufgerüstet. Die umstrittene Munition wird vermutlich im neuen Landesjagdgesetz vorgeschrieben, obwohl derzeit kaum Schießstände existieren, auf denen damit Jagdgewehre eingeschossen werden können. Mit diesem Angebot wird der Rösper Kugelstand weit über das Kreisgebiet hinaus attraktiv.