In Bad Laasphe wird der Freibadbesuch teurer

Drei Kinder rutschen im Freibad Wabach (Bad Laasphe) eine Wasserrutsche hinunter.
Drei Kinder rutschen im Freibad Wabach (Bad Laasphe) eine Wasserrutsche hinunter.
Foto: WP

Bad Laasphe..  Draußen ist es kalt und noch denkt eigentlich kaum jemand ernsthaft an einen Freibadbesuch – mit einer Ausnahme: Die Bad Laaspher Politik macht sich am Montag und Donnerstag Gedanken um die beiden Bad Laaspher Freibäder im Wabach und in Feudingen, denn jetzt ist es soweit. In den letzten fünf Jahren blieben die Eintrittspreise in den beiden Freibädern unangetastet. Zur neuen Saison aber werden die Preise angehoben. „Nach dem genehmigten Haushaltssicherungskonzept der Stadt Bad Laasphe ist für das Jahr 2015 eine Erhöhung der Badegebühren zwingend vorgesehen“, heißt es in der Vorlage.

Bis zu 20 Prozent teurer

Vorgesehen ist eine Erhöhung der Badegebühren um 10 beziehungsweise 20 Prozent – je nach Art der Eintrittskarte. Lediglich bei den Familienkarten soll die Teuerung unter 10 Prozent liegen, um die Familienfreundlichkeit zu dokumentieren, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Unterstrichen wird dies auch dadurch, dass Erwachsene für Kindern unter drei Jahren keinen Eintritt zahlen müssen. Außerdem werden künftig Arbeitslose, Schwerbehinderte in den Tarif für „Inhaber des Bad Laasphes Ausweises und Inhaber der Ehrenamtskarte“ eingruppiert. Damit werden bisherige Ungleichbehandlungen mit Arbeitslosen aus anderen Kommunen ausgeräumt.

Die Stadtverwaltung hat der Preiserhöhung umfangreiches Zahlenmaterial zu Einnahmenentwicklungen, Besucherzahlen und dem Kostendeckungsgrad der Schwimmbäder seit dem Jahr 2002 beigefügt.

Vier Prozent mehr Kostendeckung

Daraus hat die Stadtverwaltung auch eine Modellrechnung erstellt: Nimmt man die Durchschnittszahlen für die in den vergangenen fünf Jahren verkauften Eintrittskarten und rechnet die Erhöhung der Preise ein, dann ergibt sich laut Stadtverwaltung ein Einnahmenplus von 60 619 Euro auf 70 318 Euro. Das entspreche 16 Prozent. Die Kostendeckung in den beiden Freibädern von 29 Prozent im vergangenen Jahr hätte sich mit einer solchen Preisanhebung auf 33 Prozent steigern lassen, so die Vorlage.

Die Stadt verschweigt bei diesen Rechenbeispielen nicht, dass die Besucherzahlen und damit die Einnahmen aus dem Badebetrieb wetterbedingten Schwankungen unterliegen. Die Heimatzeitung errechnete aber einen durchschnittlichen Zuschussbedarf in den vergangenen 13 Jahren von 148 238 Euro jährlich. Rechnet man den durchschnittlichen Kostendeckungsgrad der vergangenen 13 Jahre aus, liegt er bei 27 Prozent. Der schlechteste Wert ergab sich 2004 mit 13 Prozent und der beste 2010 mit für Bäder starken 42 Prozent. Die beste Besucherbilanz gab es 2006 mit 55 841 Badegästen in Feudingen und dem Wabachbad.